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Frauen brauen


„Hopfen und Malz, Gott erhalt´s : Frauen brauen“ 

So hieß es am vergangenen Freitag, 30.6.2017 im Früherrenhaus. Was zuerst so klang wie in einer „Bierlaune“ entstanden, war eine enrsthafte und gute Idee, die Pfarrerin im Frauenreferat Eva-Maria Schnarre und Karl Fordemann, Mitglied im KSV am Rande eines Visitationsbesuches in einem der Berufskollegs entwickelt hatten und nun mit 22 Frauen, die sich dazu einladen lassen hatten, in die Tat umsetzten. Damals war nämlich angesichts der Vielfalt an Tätigkeiten in der Schule aufgefallen, dass Menschen eben sehr verschieden Gaben haben. Neben denen, die sehr gut Dinge mit Worten darstellen und schriftlich verfassen können, gibt es nämlich auch viele „Praktiker“, die eben auch gut in handwerklichen Dingen sind.

Und weil die Planung des „Reformationsjahres 2017“ anstand, kam die Frage auf, ob das nicht auch schon vor 500 Jahren genau so war – und vor allem unter den Frauen der damaligen Zeit viele Weggefährtinnen der Reformatoren waren, die sich dadurch auszeichneten, dass sie durch ihre praktische Art für den Haushalt etwa zu sorgen, die Reformation auch maßgeblich voran gebracht haben. 

Katharina etwa, die Ehefrau Martin Luthers, hat dafür gesorgt, dass dort in Wittenberg unter den guten Vorzeichen eines excellent geführten Hauses Geschichte geschrieben werden konnte. Sie sorgte durch Anbau und Verkauf von Gemüse und  Heilkräutern, durch Vermietung von „Studentenbuden“ und andere gewinnbringende Tätigkeiten dafür, dass im Hause Luther fast täglich am Tisch mit vielen gelehrten Menschen gegessen und dabei theologisiert und diskutiert werden konnte. Eine der Einnahmequellen war auch das Bierbrauen. Katharina von Bora konnte es – und es war sowieso damals fest in Frauenhänden. 

Was lag also näher, als einen heutigen echten Bierbrauer einmal zu fragen, wie dieses „Bierbrauen“ denn überhaupt geht. Und Karl Fordemann, der sein Brauerhandwerk einst im bayrischen Weihenstephan erlernte, war ein begeisterter Lehrer wissbegieriger und ebenso begeisterter „Schülerinnen“.

Zwar konnte in den wenigen Stunden kein Bier direkt dort gebraut werden, aber es gelang ihm durch viele Bilder und vor allem Geruchs- und Geschmacksproben in alle Schritte des Bierbrauens einzuführen. Wie sieht Hopfen aus und wie wird es angebaut? Wie wird aus Gerste oder Weizen Malz und was geschieht im großen Braukessel? Welche Unterschiede gibt es zwischen obergärigem und untergärigem Bier und zwischen Pils und Export. Warum muss die Hefe ins Bier und wie kann man verschieden Biersorten – Maibock, Schwarzbier, … - unterscheiden? Was sieht wie aus? Wie schmeckt was? 

Auf diese und viele andere Fragen bekamen die Teilnehmerinnen Antworten. Nach einem ersten Teil über das „Brauen“ allgemein, gab es eine deftige „Brotzeit“ und danach noch eine ganze Weile Zeit zum Fragen, Diskutieren, Ausprobieren. 

Alle waren sich danach einig, dass das ein sehr interessanter Abend war, der sogar noch seine Fortsetzung finden wird. An alle Teilnehmerinnen konnte Karl Fordemann nämlich noch eine Einladung zu einer Brauereibesichtigung weitergeben. Im Herbst will sich die Gruppe dann das Erfahrene und Erlernte noch einmal „in Echt“ in einer großen Herforder Brauerein ansehen. Wir freuen uns darauf! 

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