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Kirchenkreis Herford: Weg frei für Neubeginn - Synode aber durch Todesfall unterbrochen


Im Kirchenkreis Herford ist der Weg frei für einen Neubeginn. Nachdem das seit 1967 angesparte Sondervermögen von fast 50 Millionen Euro öffentlich wurde, ist der Kreissynodalvorstand (KSV) während der Kreissynode am Samstag (29.1.) zurückgetreten. Neuwahlen sind für den 13. Mai vorgesehen.

Superintendent Michael Krause, der die Öffentlichkeit über das Vermögen informiert hatte, erklärte vor der Kreissynode: „Wir wissen uns zu einem sorgfältigen und transparenten Umgang mit dem uns anvertrauten Geld verpflichtet.“ Deshalb werde das Geld nun in die reguläre Finanzverwaltung eingebracht.

Bitte um Entschuldigung
„Dafür, dass wir vom Sondervermögen gewusst haben und uns dennoch in die Tradition und Geschichte des Schweigens haben hinein nehmen lassen, bitten wir Sie als Gremium wie auch als einzelne KSV-Mitglieder um Entschuldigung“, erklärte Pfarrerin Brigitte Janssens vor der Synode für den Kreissynodalvorstand. „In der politischen Verantwortung, im Wissen um die entstandenen Verletzungen, in der Verantwortung für die Zukunft unseres Kirchenkreises und das Wachsen neuen Vertrauens unter den Gremien und Personen“ erklärten die acht Mitglieder des Leitungsgremiums ihren Rücktritt.

Haushaltsklarheit und -wahrheit
Bereits 1967 wurde im Kirchenkreis Herford ein Sondervermögen „für schlechte Zeiten“ angelegt. Dieser Fonds, mit dem die Verantwortlichen eine Vorsorge für die Gemeinden im Kirchenkreis schaffen wollten, war nicht ordnungsgemäß ausgewiesen worden. Gut angelegt als „Sparbuch“, ist aus den ursprünglichen 1,5 Millionen DM im Lauf von über vierzig Jahren ein Vermögen von über 49 Millionen Euro angewachsen. Landeskirchenrat Dr. Thomas Heinrich erinnerte an die Grundsätze der Haushaltsklarheit und -wahrheit. Für die Evangelische Kirche von Westfalen wies der Jurist darauf hin, dass für das kirchliche Finanzrecht Sparen kein Selbstzweck ist. Gegen die Verantwortlichen wird die Landeskirche Disziplinarmaßnahmen einleiten, weil sie gegen die Kirchenordnung verstoßen haben. Außerdem gibt es eine kooperative Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft, um auch in strafrechtlicher Hinsicht alle Zweifel mit Sicherheit auszuschließen.

Zwei Beauftragte für Verwaltung und Finanzen
Zwei erfahrene Fachleute werden dem Superintendenten ab sofort in den Bereichen Verwaltung und Finanzen zur Seite stehen: Hans-Georg Klohn und Gerd Wiescher begleiten den Kirchenkreis für eine Übergangszeit. Beide, seit kurzem im Vorruhestand, waren viele Jahre leitend in der kirchlichen Verwaltung tätig.

Eigentlich war nach der Stellungsnahme des Superintendenten und von Landeskirchenrat Heinrich und der Rücktrittserklärung des Kreissynodalverstands eine Aussprache und die Verabschiedung des Haushaltes geplant. Dazu konnte es nicht mehr kommen, nachdem ein Besucher der Synode zusammengebrochen war und alle Wiederbelebungsversuche erfolglos geblieben waren. Superintendent Krause beendete daraufhin die Synode mit einer Andacht zum Gedenken des Verstorbenen.

Fortgesetzt wird die Tagung am kommenden Freitag, dem 4.2., um 19 Uhr. Dann hat die Kreissynode den Haushalt für das Jahr 2011 zu beschließen. Der Plan umfasst insgesamt 46 Millionen Euro. Darin sind rund 1,5 Millionen Euro Zinserträge aus dem Sondervermögen vorgesehen. Die Leitung des Kirchenkreises haben bis zur Neuwahl des KSV im Mai die stellvertretenden KSV-Mitglieder, die alle nie über das Sondervermögen informiert waren.


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