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"OWLeidenschaftlich"


Gut besuchte erste Infoveranstaltung zum Kreisgeschichtsfest 2018 in Enger

Foto von links: Superintendent Michael Krause, Kreisheimatpfleger Eckhard Möller, Monika Guist (Kreisheimatverein) und Bürgermeister Thomas Meyer bei der Infoveranstaltung im Ratssaal

Enger(21.09.2017). Am 1.+2. September 2018 ist in der Innenstadt von Enger das nächste Kreisgeschichtsfest. Mehr als 15.000 Besucher werden erwartet. Jetzt war die erste öffentliche Infoveranstaltung im Ratssaal. Das Interesse an der Veranstaltung ist bereits jetzt sehr hoch.

Zum elften Mal wird das Kreisgeschichtsfest Frauen, Männer und Kinder aus der Region anlocken, nach 1992 und 2006 zum dritten Mal in die Stadt Enger. Enger sei ein sehr guter Standort, betonte Bürgermeister Thomas Meyer bei der Begrüßung im Ratssaal. Auch Superintendent Michael Krause vom Evangelischen Kirchenkreis Herford betonte die guten Möglichkeiten im Stadtzentrum rund um die Stiftskirche und freut sich auf die Zusammenarbeit beim Geschichtsfest.

Die Großveranstaltung ist traditionell ein Ereignis zum Zuschauen und Mitmachen. „Das Fest hat einen ehrenamtlichen Charakter, alle Projekte werden auf der Basis ehrenamtlicher Arbeit entwickelt“, erklärte Monika Guist vom Kreisheimatverein.

Durch ein zweitägiges Programm soll auf unterhaltsame und aufschlussreiche Art und Weise den Besuchern vorgestellt werden, was ihre Region und ihr Zuhause ausmacht. Bei dem Mitmach-Fest soll die Geschichte der sogenannten „kleinen Leute“, des Alltags, der Landschaft, das Gewöhnliche und Besondere der Geschichte vor Ort in den Mittelpunkt gerückt werden.

Das Motto lautet „OWLeidenschaftlich“. Doch passen Ostwestfalen und Leidenschaft zusammen? Monika Guist meint, ja! Auf die preußische Vergangenheit würden viele Klischees und Stereotypen rund um die Menschen in Ostwestfalen zurückgehen. Guist: „Sie gelten als schwerfällig, bodenständig, anhänglich, religiös mit einem gleichzeitigen Hang zur Mystik und Spökenkiekerei.“

Außerdem habe im Wittekindsland vor allem die preußische Erweckungsbewegung während der Zeit des Massenelends im 19. Jahrhundert Jung und Alt zu sehr ernsten, arbeitsamen und sparsamen Menschen gemacht. Guist: „Im Rahmen einer Zeitreise zu den Lebensgefühlen einzelner Epochen möchten wir konkrete Zeitinseln inszenieren, die als Kulisse dienen für Darstellungen des jeweiligen Zeitgeistes.“

Gemeinsam mit Schulen, Vereinen, Profi-und Hobbyhistorikern, Einheimischen und Zugezogenen wollen die Veranstalter die westfälischen Klischees von gestern aufnehmen und ihre Gültigkeit überprüfen. Monika Guist ist optimistisch, dass die Projekte beim Geschichtsfest beweisen, dass Ostwestfalen ein Land der Leidenschaften sei.

Veranstalter sind der Kreisheimatverein und die Stadt Enger in Kooperation mit dem Evangelischen Kirchenkreis Herford, der 2018 seinen 200. Geburtstag feiert.

Auskunft zu Beteiligungsmöglichkeiten von Gruppen, Schulklassen und Einzelpersonen sowie zur Festorganisation gibt Monika Guist, Telefon (05223) 131447, E-Mail: „kreisheimatverein@kreis-herford.de“. Infos stehen auch im Internet unter: www.kreisheimatverein.de

 

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