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Der Sonntag – ein Geschenk des Himmels


Da haben wir in diesem Jahr so kurz nach Ostern, Ende April – Anfang Mai, wieder ein „langes Wochenende“ und viele werden um das Wochenende einen Ausflug geplant haben. Das Leitbild des Sonntags vor dem 1. Mai ist geprägt von dem Bild des Guten Hirten und vielleicht haben der Sonntag als 2. Sonntag nach Ostern und der 1. Mai doch etwas miteinander zu tun: Der 1. Mai, der Tag der Arbeit als Protesttag für Arbeit, für gute Arbeit, faire Löhne und soziale Sicherheit. Dann der Sonntag, der Tag der Auferstehung, der Protesttag gegen den Tod. Und schließlich der zweite Sonntag nach Ostern, der uns daran erinnert, dass für uns gesorgt wird. Dass es einen Guten Hirten gibt, der für umfassenden Schutz sorgen will, der bei uns ist wenn es dunkel wird und der uns zu einer frischen Quelle führt, damit wir auch eine Erfrischung spüren können.

Bleiben wir einfach mal bei dem Sonntag. Eigentlich ist der ja gar nicht so schwer: Im wöchentlichen Rhythmus werden wir daran erinnert, dass wir einen Tag geschenkt bekommen. Der Sonntag, ein Geschenk des Himmels sozusagen. Der Sonntag ist zum Loslassen da, zum Feiern und Bei-sich-selbst-Sein; für Muße, Quatsch und Freundschaft; für Familie, Gottesdienst, Kinder und Tollerei; für Kunst, Musik und Fahrradausflüge; für Langeweile, Kaffee und Kuchen; für Frühstück und Ruhe und Tatort und die Frage nach dem Mörder.

Am Sonntag sollen wir uns nicht einwickeln, nicht unterdrücken oder benutzen lassen. Der Sonntag und der Sabbat ist für die jüdisch-christliche Glaubenstradition nicht irgendein Thema neben anderen, sondern die zentrale Kernbotschaft: „Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes.“ Wahrscheinlich hat der Prophet Amos diese Kernbotschaft schon im 8. Jahrhundert v. Chr. angegriffen gesehen. Da haben auch schrankenlose Geschäftemacher gefragt: „Wann ist der Sabbat endlich vorüber, damit wir wieder verkaufen können?“ Nur mit Profit im Kopf wird das Geschenk des Himmels störender Ballast, den es abzuwerfen gilt. Da wird der Sonntag unnütz, wenn man ihn durch die „Zeit-ist-Geld-Brille“ betrachtet.

Erfrischen soll uns der Sonntag – geistig frisch machen. Der Sonntag will uns an Quellen führen, die wir selbst noch gar nicht kennen, die uns erst der Gute Hirte zeigen muss.

Nehmen wir doch einfach in diesem Jahr diesen Sonntag und diesen 1. Mai als Geschenk und genießen ihn – in welcher Weise auch immer.

                                                                                              Holger Kasfeld, Sozialpfarrer

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