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Es ist das Wort ganz nahe bei dir ...


„Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.“
(Monatsspruch Februar 2018, Deuteronomium 30,14)

Noch gar nicht so viele Tage im Jahr 2018 sind vergangen – und wir haben den Jahreswechsel längst schon wieder vergessen, jenes Gefühl, dass sich da ein neues Jahr vor uns ausbreitete wie ein weites, unerforschtes Land. Dabei liegt ein großer Teil dieses Jahres immer noch vor uns, um nach und nach in Besitz genommen zu werden. Was gibt uns dabei Orientierung und Wegweisung?

Nach Orientierung und Wegweisung fragen auch die Israeliten, als sie nach der langen Wanderung durch die Wüste kurz vor der Eroberung des Gelobten Landes stehen. Bis dahin haben sie sich im Wesentlichen an ihrem Anführer Moses orientiert. Nun aber neigt sich sein Leben dem Ende zu, ins verheißene Land wird er sie nicht mehr führen können. Gott hat längst für einen Nachfolger gesorgt. Josua soll die Aufgabe des Mose übernehmen.

Aber der muss sich ihr Vertrauen erst erwerben. Ob er wohl so eine charismatische Führungspersönlichkeit wie Mose sein wird? Ich stelle mir vor, dass einige Israeliten daran zweifelten, wie immer, wenn jemand neues ein Amt übernimmt. In der Tat hat Josua im Nachhinein bei weitem nicht den Ruf eines Mose erlangt. In unserem Monatsspruch deutet sich an: Die Zeit der charismatischen Führer neigt sich für das Volk ohnehin dem Ende entgegen. Die Israeliten sind reif genug, um selbst Verantwortung für ihr Leben und ihren Weg zu übernehmen.

Mein Eindruck für unsere Zeit ist, dass sich etliche Menschen eine charismatische Führungsperson wünschen. Diese Person soll Orientierung geben und die eigene Verantwortung und Nachdenklichkeit ist dann weniger gefragt.

Mose lässt sein Volk aber nicht ohne Orientierung zurück. Er hinterlässt ihnen das Wort Gottes, so wie er es empfangen und verstanden hat, wie ein Vermächtnis. Dieses Wort ist kein fernes und unverständliches Wort, sagt er. Es ist nahe bei den Menschen, in ihrem Munde und in ihrem Herzen.

Das Wort Gottes ist im Verlauf der Geschichte nicht immer nahe bei den Menschen geblieben, auch in der Geschichte des Gottesvolkes des Neuen Bundes, der Christen. Die Kirche hat es zunächst in lateinischer Sprache aufbewahrt und so den gut gebildeten Spezialisten vorbehalten. Es ist das Verdienst der Reformation, allen voran Martin Luthers, dass das Wort Gottes uns wieder nahe gekommen ist, nämlich durch seine Übersetzung der Bibel in eine verständliche deutsche Sprache. So hat er Nichttheologen in den Stand versetzt, als mündige Christen Orientierung für ihr Leben zu finden. Auch im Jahr nach dem Reformationsjubiläum ist das ein großartiges Geschenk.

Heute droht das Wort Gottes auf andere Weise in die Ferne zu rücken. Vielleicht ist vieles zu selbstverständlich. Dabei gibt es doch Worte und Gedanken, die wir wie einen Schatz bei uns haben und in besonderen Momenten auch hervorholen. Da braucht es Vertrauen und Höflichkeit – schließlich entsteht der Glaube nicht durch donnernde Beweise.

Ich wünsche Ihnen für das angebrochene Jahr eine neue Nähe zu Gottes Wort – mit Vertrauen und Höflichkeit. Mögen Sie mit seiner Hilfe einen guten Weg durch das Jahr finden!

Holger Kasfeld, Sozialpfarrer

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