Mut tut gut!

von Pfarrerin Katja Okun-Wilmer, Ehe- und Lebensberatung e.V. Bünde

Wer ist für Sie eigentlich ein Held oder eine Heldin? Am letzten Sonntag haben wir uns im „Kom´ma Herr“- Gottesdienst diese Frage gestellt.

Helden oder Heldinnen sind Menschen, die etwas Besonderes getan haben, mit dem sie positiv aufgefallen sind und was für andere Menschen zu einer guten Wendung in ihrem Leben geführt hat. Bei Superman weiß man, dass er super Kräfte hat und bei Spiderman, dass er ein Netz entstehen lassen kann. Dass diese Helden aber auch eine Macke oder ein Handycap haben, vergisst man nur allzu gerne. Wenn Superman einfach nur Clark Kent ist, ist er, um es nett auszudrücken, ziemlich tollpatschig. So auch Spiderman als Peter Parker, der seine Eltern verloren hat und mit manchen Konflikten und Problemen kämpfen muss. Und an seine Angebetete traut er sich auch nicht heran.

Genauso funktioniert es umgekehrt. Kevin z.B., bei dem man sich eher jemanden vorstellt, der nur Mist macht und „abloost“, kann zum Helden werden, indem er sich für seinen Freund, dem gerade Unrecht geschieht, einsetzt. Oder Henriette, die sich in Büchern bestens auskennt, aber etwas weltfremd ist, wird für ihre alleinerziehende Nachbarin zur Heldin, indem sie ab und zu auf deren Kinder aufpasst und ihr so einen Freiraum für sich eröffnet. Das sind wahre Helden und Heldinnen in unserer Zeit. Helden und Heldinnen des Alltags. Da, wo wir sie immer wieder brauchen. Helden sind nicht perfekt. Auch auf Youtube gibt es zig Videos von Alltagshelden und –heldinnen, von Leuten so wie Sie und ich. Also gehören besondere Fähigkeiten oder besonderer Mut und ein Handycap oder eine Macke zusammen. Das sind die Qualitäten, die Helden auszeichnet. Und das Tolle an dieser Erkenntnis ist, dass in jedem einzelnen von uns Heldenpotential steckt. Ist das nicht großartig?

Ich denke auch, jeder und jede hat so persönliche Heldinnen und Helden im Leben. Wen ich allerdings für einen Helden halte, muss für andere noch lange kein Held sein. Das ist das Gute, Helden sind genauso individuell für uns wie wir selber auch.

Jeder und jede kennt solche Männer und Frauen. Denken Sie mal darüber nach. Ich wünsche Ihnen den Mut, dass Sie für andere Menschen zum Helden oder zur Heldin im Alltag werden. Vergessen Sie nicht, dass in jedem und jeder von uns Heldenpotential steckt. Nutzen Sie dieses Potential doch mal. Seien Sie ein bisschen mutiger und wagen Sie auch mal was. Sie werden sich auf jeden Fall besser fühlen. Es lohnt sich, denn Mut tut gut! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen mutigen und heldenhaften Monat März!        

Andachten 2018

JanuarMichael KrauseWasser ist Leben
FebruarHolger KasfeldEs ist das Wort ganz nahe bei dir ...
MärzKatja Okun-WilmerMut tut gut!
AprilBerthold KeuneckeAus Alt mach Neu
MaiHanno PaulEinfach leben
JuniEva-Maria SchnarreVergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!

Andachten 2017

JanuarMichael KrauseMenschliche Menschen werden
FebruarRuth WesselsBitte recht freundlich
MärzAxel BruningSchulden gestrichen
AprilDr. Kai-Uwe SpanhoferKein Weg zurück
MaiHolger KasfeldDer Sonntag - ein Geschenk des Himmels
JuniEva-Maria SchnarreDu siehst mich
JuliVolker KükenshönerAufbruch und Begeisterung
AugustHanno PaulAlte Eltern ehren
SeptemberGabriele Steinmeier„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“
OktoberUta BültermannMuss man Danke sagen?
NovemberMarkus FachnerReformation braucht Mut
Dezember Claudia GüntherAnkunft im Leben