„Wie geht es dir?“

von Manuela Müller-Riepe, Jugendreferentin und Gleichstellungsbeauftragte

Wie geht es dir?“ - Diese Frage ist oft die Einstiegsfrage bei Begegnungen.

Die Antwort kann sehr weitreichend sein – von „Blendend“; „Gut“; „Es geht so“; „Na ja“; „Muss ja“; „Momentan nicht so gut“ bis hin zu „Schlecht“ oder kräftigeren Ausdrucksformen ist die ganze Bandbreite drin.

Je nach Bekanntheit und Vertrautheit zur fragenden Person, Tagesform der befragten Person oder dem Mitteilungsbedürfnis kann auch die Bandbreite der möglichen Antworten variieren.

Was möchte ich preisgeben? Wie nahe steht mir der/die Fragende? Wo findet die Begegnung statt? Möchte ich gerade jetzt nur knapp antworten oder bin ich froh, auf meine momentane Befindlichkeit angesprochen zu werden? Ist der Kontakt persönlich, am Telefon, in einer Zoom-Konferenz oder per Whatsapp?

Was möchte mein Gegenüber denn hören? Die Antwort könnte lustig, gut bis hin zu niederschmetternd und traurig sein. Was kann ich meinem Gegenüber zumuten?

Ist eine ernsthafte ausführlichere Antwort erwünscht oder reicht ein „Gut“?

Schon seit mittlerweile zwei Jahren schwingt bei der Beantwortung obiger Frage möglicherweise auch die Abfrage der aktuellen „Coronalage“ mit (Test- und Impfstatus, erkrankt, genesen,….).

Neulich beim Einkauf in einem Discounter hatte ich eine kurze Unterhaltung mit einer dort arbeitenden und sehr freundlichen Kassiererin. Da ich einmal, zweimal im Monat dort einkaufe und der Laden überschaubar groß ist, sind wir bekannt miteinander, wie immer so schön gesagt wird…“vom Sehen“.

Als ich die Ware auf das Band gelegt hatte und nahe an der Kasse stand, fragte mich die Kassiererin: „Wie geht es Ihnen?“ Ich antwortete, dass es mir eigentlich gut geht und ein paar Kleinigkeiten gäbe es ja immer.

Auf meine Rückfrage antwortete sie mir sinngemäß, dass es ihr gut gehe, sie zufrieden und gesund sei.

Diese Antwort erfreute mich natürlich. Sie war nicht aufgesetzt oder nur dahin gesagt, sondern ehrlich und geradeaus.

Ihnen und uns wünsche ich, dass wir - manchmal oder so oft es auch zutrifft und möglich ist - sagen können, dass es uns gut geht und wir zufrieden sind.

Apropos – Wie geht es Ihnen, liebe Leser*innen?

Bleiben Sie behütet

Ihre Manuela Müller-Riepe

Andachten 2022

Andachten 2021

Januar Olaf Reinmuth „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“
Februar Markus Fachner Nicht unterkriegen lassen    
März Kai-Uwe Spanhofer Soviel Du brauchst    
April Christoph Harder Verzeihen statt Nachtreten    
Mai Volker Kükenshöner Wichtige Arbeit    
Juni Frauke Wagner „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen    
Juli Silke Reinmuth Werkzeug    
August Christian Wellensiek Berührungspunkte    
September Axel Bruning Sich einfach geborgen fühlen …    
Oktober Bettina Fachner Nachhaltig reich beschenkt sein    
November Katharina Baumann-Schulz Vitamin G  
Dezember Petra Ottensmeyer Trost im Advent