Interkulturelles Frauenfest mit gelungenen Begegnungen

Erstellt am 08.10.2018

Der Frauenausschuss im Kirchenkreis Herford organisierte ein vielfältiges Fest für und mit Frauen


Herford (08.10.2018). Die eine war 21, die eine 90 – und dazwischen waren es Frauen aus allen Altersgruppen, die am Samstag, dem 29. September 2018 beim „Interkulturellen Frauenfest“ dabei waren.

Man kam alleine oder mit einer guten Freundin, man kam als ganze Familie von Oma, Mutter und Tochter oder weil die Familie an dem Wochenende etwas anderes vor hatte und man nicht zu Hause hocken wollte und man kam aus verschiedenen Kulturen und Religionen – und alle wurden zu einer guten Gemeinschaft für vier interessante Stunden und hoffentlich weit darüber hinaus. Denn man lernte sich kennen bei den vielfältigen Aktivitäten an diesem Abend im „Haus der kirchlichen Dienste“ an der Hansastraße. Für ca. 40 Frauen war der Tisch im Eingangsbereich gedeckt und einiges vorbereitet. Zu einem tollen Buffet wurde die lange Tafel vor dem Saal aber erst durch die vielen leckeren Salate, Brote, Aufstriche und Nachtische, die die Frauen mitgebracht hatten die und man sich dann gemeinsam schmecken ließ.

Doch vor den Genuss hatten die Veranstalterinnen vom Frauenausschuss des Kirchenkreises  zunächst die „Arbeit“ gesetzt. In diesem Fall eine, die großen Spaß machte. Percussionist Henning Niedergesäß war zwar erst am Vorabend spontan angefragt worden, nachdem eine eingeplante Trommelgruppe ausgefallen war, aber er war mehr als eine „Notlösung“. Durch seine Art Menschen mit auf einen gemeinsamen Weg zu nehmen und zum Mitmachen zu motivieren, war Henning Niedergesäß eine echte Alternative und Bereicherung für alle Beteiligten. „Dass ich in meinem hohen Alter noch einmal so toll Trommeln lernen würde, hätte ich nicht gedacht!“ meinte eine der älteren Teilnehmerinnen und ihre Wangen glühten dabei ebenso vor Aufregung und zufriedenem Eifer wie die einer jüngeren Teilnehmerin, die meinte: „Ich hätte gar nicht gedacht, dass es so cool werden würde.“ Damit war schon von Beginn an gelungen, was dieser besondere Abend für Frauen erreichen wollte: Grenzen überwinden – Grenzen zwischen Altersgruppen, Kulturen bzw. Grenzen zu akzeptieren und die andere eben zu tolerieren trotz Unterschieden. Die lockere Trommel-Arbeit hatte tatsächlich dann schon ganz viel „Eis“ gebrochen, was an der ebenso lockeren Gesprächsatmosphäre während des gemeinsamen Essens zu spüren war.

Danach ging es in der Vielfalt weiter, die die vielfältigen Kulturen der Frauen, die zusammen gekommen waren, spiegelte. Die gebürtige Syrerin Salwa Al-Mahmoud las Texte aus ihren Gedichtbänden, deren deutsche Übersetzung dann Manuela Müller-Riepe, Gleichstellungsbeauftragte des Kirchenkreises vortrug. Die gebürtige Argentinierin Laura Fainstein trug nachdenkliche und fröhliche Lieder ihrer südamerikanischen Heimat vor und es gab einen Einblick in moderne Hip-Hop-Kultur und Tänze durch Zehra Palak. Dazwischen waren die Frauen wieder auch zum „Selbermachen“ aufgefordert. Man näherte sich einem wichtigen Stück deutscher „Gegenwartskultur“, indem gemeinsam ein „Mundorgel“-Rudelsingen Teil des Abends wurde und auch deutsche Dichter ihren Ort fanden – etwa, zur Freude aller, ein Beispiel für eine genaue Beobachtungsgabe des großen Vicco von Bülow, genannt Loriot, den Manuela Riepe und Frauenpfarrerin Eva-Maria Schnarre einstudiert hatten.

Lachen und miteinander ins Gespräch kommen, über die „Gedanken sind frei“ nicht nur singen, sondern es auch spüren, „Gracias per la vida“ nicht nur hören, sondern auch fröhlich erleben – und am Ende dankbar für einen gelungenen Abend eine Licht in der angebrochenen äußeren Dunkelheit anzünden. Innerlich etwas erhellter auseinandergehen, weil man andere wieder etwas besser kennen- und schätzen gelernt hat und auch miteinander zum Schluss Gott, wie auch immer er in der eigenen Sprache heißt, den weiteren Weg anbefehlen darf und sich gesegnet auf den weiter vor einem liegenden Weg gehen darf – was soll ein Abend mehr bringen.

Dieser war jedenfalls gelungen – dank vieler, die mitmachten und „Gott sei Dank“ !

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