"OWLeidenschaftlich" - Kreisgeschichtsfest 2018 in Enger

Erstellt am 15.01.2018

Kreisgeschichtsfest am 1.+2. September 2018 in Enger

Foto: Gemeinsam laden sie zum Kreisgeschichtsfest 2018 ein. Vordere Reihe von links: Superintendent Michael Krause, Monika Guist (Kreisheimatverein), Bürgermeister Thomas Meyer und Landrat Jürgen Müller. Hintere Reihe von links: Museumsleiterin Regine Krull (Widukind-Museum), Kreisheimatpfleger Eckhard Möller, Kerstin Ebert (Stadt Enger), Christoph Mörstedt (Kreisheimatverein) und Pfarrerin Petra Schmuck (Kirchengemeinde Enger)

Enger (15.01.2018). Der Kreisheimatverein Herford organisiert das elfte kreisweite Geschichtsfest am 1. und 2. September 2018 in der Stadt Enger. Das Motto lautet: „OWLeidenschaftlich“. Alle, die sich für Geschichte, Natur, Kunst und Kultur interessieren, dürfen mitmachen.

Zu dem Mitmach-Fest rund um die Stiftskirche, dem Widukind-Museum und im Stadtzentrum werden ungefähr 20.000 Besucher und 1000 Aktive erwartet. Veranstalter sind der Kreisheimatverein und die Stadt Enger in Kooperation mit dem Evangelischen Kirchenkreis Herford, der 2018 seinen 200. Geburtstag feiert.

Durch ein zweitägiges Programm soll auf unterhaltsame und aufschlussreiche Art und Weise den Besuchern vorgestellt werden, was ihre Region und ihr Zuhause ausmacht. Bei dem Mitmach-Fest soll die Geschichte der sogenannten „kleinen Leute“, des Alltags, der Landschaft, das Gewöhnliche und Besondere der Geschichte vor Ort in den Mittelpunkt gerückt werden.

Das Motto lautet „OWLeidenschaftlich“. Doch passen Ostwestfalen und Leidenschaft zusammen? Monika Guist meint, ja! Auf die preußische Vergangenheit würden viele Klischees und Stereotypen rund um die Menschen in Ostwestfalen zurückgehen. Guist: „Sie gelten als schwerfällig, bodenständig, anhänglich, religiös mit einem gleichzeitigen Hang zur Mystik und Spökenkiekerei.“

Außerdem habe im Wittekindsland vor allem die preußische Erweckungsbewegung während der Zeit des Massenelends im 19. Jahrhundert Jung und Alt zu sehr ernsten, arbeitsamen und sparsamen Menschen gemacht. Guist: „Im Rahmen einer Zeitreise zu den Lebensgefühlen einzelner Epochen möchten wir konkrete Zeitinseln inszenieren, die als Kulisse dienen für Darstellungen des jeweiligen Zeitgeistes.“

Gemeinsam mit Schulen, Vereinen, Profi-und Hobbyhistorikern, Einheimischen und Zugezogenen wollen die Veranstalter die westfälischen Klischees von gestern aufnehmen und ihre Gültigkeit überprüfen. Monika Guist ist optimistisch, dass die Projekte beim Geschichtsfest beweisen, dass Ostwestfalen ein Land der Leidenschaften sei.

Auskunft zu Beteiligungsmöglichkeiten von Gruppen, Schulklassen und Einzelpersonen sowie zur Festorganisation gibt Monika Guist, Telefon (05223) 131447, E-Mail: „kreisheimatvereindontospamme@gowaway.kreis-herford.de“. Infos stehen auch im Internet unter: www.kreisheimatverein.de

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