Beisetzungsfeier für "Sternenkinder" auf dem Erika-Friedhof in Herford

Erstellt am 21.03.2018

Pfarrerin Eva-Maria Schnarre und Gemeindereferent Hilger Schirk am Gedenkstein auf der Grabstätte „Morgenröte“ des Erika-Friedhofes in Herford

 

Schwangerschaft und Geburt sind oft mit vielen freudigen und schönen emotionalen Momenten verbunden. Es ist schön sie mit Familie und Freunden auch zu teilen.

Oft wurde früher aber wenig darüber geredet, wie sich die werdende Eltern fühlen, die ihr Kind auf dem Weg ins Leben leider verlieren oder es zur Welt bringen müssen mit dem Wissen, dass es bei der Geburt oder bald danach sterben wird.

Gerade auch diese Menschen benötigen Begleitung in Ihrer Trauer und beim Abschied von ihren Kindern, die ein gutes Stück weit Teil ihres Lebens waren – und bleiben werden.

„Sternenkinder“ sollen darum Platz finden dürfen in Erinnerungen, Gesprächen und auch an einem Ort, wohin Familien gehen können, weil sie dort beigesetzt werden können. Mittlerweile gibt es schon auf einzelnen Friedhöfen im Kreis Herford Grabstätten speziell für diese verstorbenen Kinder. Dort können Familien einzelne Gräber für ihre Kinder aussuchen und oft auch individuell gestalten.

Eine solche Grabstätte für „Sternenkinder“ gab es zuerst auf dem Erika-Friedhof in Herford. Auch dort finden individuelle Bestattungen statt. Dort werden aber auch Sammelbeisetzungen durchgeführt. Alle nicht einzeln beigesetzten „Sternenkinder“ aus dem Klinikum Herford und aus dem Mathilden-Hospital Herford finden zwei Mal im Jahr dort gemeinsam ihre letzte Ruhe. Die nächste Beisetzung findet statt am kommenden Mittwoch, dem 21. März 2018. Um 17 Uhr findet in der kleinen Trauerhalle des Erika-Friedhofs zuerst eine ökumenische Trauerfeier statt, zu der besonders die Familien eingeladen sind, die im letzten halben Jahr einen solchen Verlust erlitten haben, um der Trauer um ihr Kind Ausdruck zu geben. Anschließend findet die Beisetzung der Urnen auf dem Grabfeld „Morgenröte“ statt. Auch Eltern oder andere Menschen, die um ein Kind trauern, dessen Verlust schon längere Zeit zurück liegt, sind natürlich ebenso herzlich willkommen. Pfarrerin Eva-Maria Schnarre vom Frauenreferat des evangelischen Kirchenkreises Herford und Gemeindereferent Holger Schirk von der katholischen Kirchengemeinde werden im Anschluss auch Zeit für Gespräche haben, wenn jemand das Bedürfnis hat, über seinen Verlust zu reden.

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