Jung und Alt gemeinsam - Mehrgenerationen Bauprojekt in Herford

Erstellt am 26.03.2018

Kita, Jugendzentrum und Seniorencafé sollen einziehen

Foto: Vorfreude aufs gemeinsame Projekt, von links: Superintendent Michael Krause, Anne-Catherine Neuhaus (Carina Stiftung) und Pfarrer Holger Kasfeld (Diakonisches Werk) sowie Christoph Schormann und Alwin Schormann vom Atelier für Holzbau in Löhne

 

Herford (26.03.2018). An der Waisenhausstraße in Herford könnte ab dem Frühjahr ein besonderer Neubau entstehen. Nach dessen Fertigstellung soll dort eine Kita, ein Jugendzentrum und ein Seniorencafé einziehen.

Seit vergangenem Herbst wurden viele Gespräche geführt. Inzwischen liegen Entwurfspläne vor und der Bauantrag wird vorbereitet. „Wir sind in einem Prozess, der schon viel grünes Licht hat, aber es stehen noch endgültige Entscheidungen aus. Ich bin froh, dass wir durch die Kooperationen gemeinsam etwas bewirken können, das Menschen zusammenführt“, berichtet Superintendent Michael Krause.

Der Evangelische Kirchenkreis Herford plant gemeinsam mit der gemeinnützigen Carina Stiftung als Investor und dem Bauplaner „Atelier für Holzbau Christoph Schormann“ aus Löhne einen Neubau an der Waisenhausstraße. Dort steht zurzeit noch eine Immobilie, die ursprünglich ein Gemeindehaus war und inzwischen unter anderem das Jugendzentrum Tott und einen Altenclub des Diakonischen Werkes beherbergt.

Das alte Gebäude ist stark sanierungsbedürftig und der Kirchenkreis müsste dafür eine nach eigenen Angaben enorm hohe Summe investieren. Außerdem muss der Kirchenkreis neue Räume für die dreigruppige Kita Petersilienstraße finden, weil aufgrund neuer baurechtlicher Bestimmungen die Kita am vorhanden Ort nicht mehr genug Platz hat. Krause: „Wir wollen mit allen Einrichtungen in der Innenstadt bleiben, weil hier die Menschen wohnen, die die Einrichtungen nutzen“.

Die Idee ist, das abgängige Gebäude an der Waisenhausstraße abzureißen und durch einen architektonischen, funktionalen und zugleich schönen Holz-Neubau zu ersetzen. „Das Bauprojekt wird nach höchsten nachhaltigen und ökologischen Standards ausgeführt. Das Holz, die Unternehmen und die Mitarbeiter, die an dem Neubau mitwirken, kommen aus unserer Region“, sagt Anne-Catherine Neuhaus, Vorstand der Carina Stiftung. Einen besonderen Schwerpunkt der Stiftung bildet das Thema „Bildung und Erziehung“, insbesondere die frühe Förderung und Unterstützung von Kindern und ihren Familien. Bei diesem Bauprojekt investiert die Carina Stiftung erstmals in eine Immobilie, die gemeinsam von Kindern, Jugendlichen und Senioren genutzt werden kann.

Bauplanung und Projektleitung machen Alwin Schormann und Christoph Schormann aus Löhne. „Wir kaufen zertifiziertes Holz im regionalen Wald, stärken damit die heimische Forstwirtschaft und stellen kurze Lieferwege sicher“, erklärt Christoph Schormann, Geschäftsführer vom Atelier für Holzbau. Das Handwerksunternehmen besitzt eine langjährige Expertise für Tischlerei, Zimmerei und Hausbau. In den vergangenen Jahren hat das Schormann-Team unter anderem auch mehrere Kitas und Kapellen gestaltet.

„Mich begeistert deren Unternehmensphilosophie“, sagt Pfarrer Holger Kasfeld, Vorstand des Diakonischen Werks im Kirchenkreis. Menschen aus der Region verarbeiten regionale Materialien und schaffen damit etwas Besonderes für Kinder, Jugendliche und Senioren in der Innenstadt von Herford.

Bereits jetzt werden in Löhne erste Holzarbeiten für das zukünftige Mehrgenerationen-Haus ausgeführt. Sobald alle Genehmigungen vorliegen, könnte voraussichtlich im Frühjahr mit dem Abriss des alten Gebäudes sowie mit dem Neubau begonnen werden.

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