Bünde: Haus erwacht aus dem Dornröschenschlaf / Zusätzliche Räume für Kita

Erstellt am 19.12.2019

Umbau vom "Jugendheim Ennigloh" zur "Kita am Sportplatz"

Foto: Freude über den gelungenen Umbau (von links): Regine Henneken (Kirchenkreis), Pfarrer Markus Fachner (Philippus-Kirchengemeinde), Pfarrer Rolf Bürgers (Kita-Leitungsausschuss), Kita-Leiterin Frauke Busse, Franco Castello (B&S), Jugendamtsleiterin Karin Schäffer, Landschaftsarchitekt Reinhard Friese, Petra Eggert-Höfel (B&S), Architekt Florian Ohms (B&S) und Beigeordneter Günther Berg

 

Bünde (19.12.2019). Aus dem ehemaligen sogenannten Jugendheim Ennigloh am Sportplatz an der Ellersiekstraße ist eine Kita geworden. In dem Gebäude werden seit September 42 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betreut. Organisatorisch ist das Haus keine eigenständige Kita, sondern eine Erweiterung der Evangelischen Kindertageseinrichtung/Familienzentrum Dustholzstraße.

Das Haus stammt aus den 1930er Jahren und hatte eine Vielzahl von Nutzungen erlebt, unter anderem als Übernachtungsstätte für Jugend-Gästeteams beim Besuch von Sportveranstaltungen in Bünde. Zuletzt wurde es nur noch sporadisch und von Gruppen übergangsweise genutzt. Aufgrund des gestiegenen Bedarfs an Kinder-Betreuungsplätzen fiel der Entschluss, das Gebäude in eine Kita umzubauen.

„Bevor wir etwas Neues bauen, prüfen wir immer erst, ob wir im vorhandenen baulichen Bestand geeignete Objekte haben“, berichtete Günter Berg. Der Erste Beigeordnete der Stadt Bünde freut sich, dass mit dem Umbau das „alte Schätzchen“ aus dem „Dornröschenschlaf“ erwacht ist.

Für die Trägerschaft der Einrichtung holte sich die Stadt den Evangelischen Kirchenkreis als Projektpartner mit ins Boot, der bereits die nahe gelegene Kita /Familienzentrum Dustholzstraße betreibt. Die Bau- und Siedlungsgenossenschaft (B&S) übernahm die Planung und Bauleitung für das Projekt, das jetzt eine Netto-Nutzfläche von rund 350 Quadratmeter hat.

„Insgesamt kostete der Umbau rund 622.000 Euro“, berichtete Jugendamtsleiterin Karin Schäffer von der Stadt Bünde. Die Kita muss den umfangreichen gesetzlichen Bestimmungen unter anderem für den Brandschutz genügen sowie für eine qualitativ hochwertige Betreuung die geeigneten Räume bieten. Durch den Umbau wurden großzügige, helle Räume geschaffen.

„Wenn man diese Kita sieht, möchte man wieder Kind sein und hier hingehen dürfen“ sagte Pfarrer Rolf Bürgers vom kreiskirchlichen Kita-Leitungsausschusses bei der Besichtigung der neuen Räume. Im Haus gibt’s jetzt auch eine Küche. „Auch in dieser Kita bereiten wir täglich für alle Kinder frisches Essen zu“, berichtete Regine Henneken, Fachberaterin für die Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Herford.

90 Prozent der Finanzmittel stammen aus dem Bundes-Investitionsprogramm für zusätzliche Kindergartenplätze. Zehn Prozent der Summe zahlte die Stadt Bünde. Aus bürokratischen Gründen hatte sich der Baubeginn verzögert. Die ersten Planungsgespräche erfolgten bereits 2016, ein Jahr später folgte der formale Beschluss seitens des städtischen Jugendhilfeausschusses. Doch auf Landesebene dauerte die Freigabe der vom Land verwalteten Bundesmittel deutlich länger als erwartet. Erst nachdem die Stadt Bünde und die heimische Landtagsabgeordnete Angela Lück beim Land energisch intervenierten und dieses medial hohe Wellen schlug, wurden die Mittel freigeben.

Im März 2019 war der erste Spatenstich, im September zogen die Kinder ein. Zurzeit wird noch das Außengelände hergerichtet, damit die Kinder spätestens im neuen Jahr auch im Freien viel Platz zum Spielen und Bewegen haben. Zwischen dem neuen „Haus am Sportplatz“ und dem Haus an der Dustholzstraße gibt es einen regen Austausch, und das nicht nur, weil beide Häuser organisatorisch eine Kita sind. „Wir machen ganz viele Dinge gemeinsam, tauschen uns immer aus und besuchen uns regelmäßig“, erzählte Kita-Leiterin Frauke Busse.

Foto: Früher Jugendheim, heute Kita: Das Gebäude am Sportplatz in Bünde-Ennigloh ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt

Foto: Helle, schöne Räume laden unter anderem zum Spielen, Basteln und Malen ein

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