Präses Kurschus führt Reinmuth ins Amt als Superintendent ein und verabschiedet Krause

Erstellt am 05.09.2020

Ende und Anfang einer „Dienstfahrt“ / Gottesdienst im Herforder Münster

Foto oben: Michael Krause, Dr. Olaf Reinmuth und Dr. h.c. Annette Kurschus

Foto oben: Im Anschluss an den Gottesdienst auf dem Münsterkirchplatz - coronabedingt auch hier auf Abstand


Text und Fotos: Bernd Höner

Herford (05.09.2020). Mit einem Gottesdienst im Herforder Münster wurde am Freitag, 4. September, Pfarrer Dr. Olaf Reinmuth (57) von der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen Dr. h. c. Annette Kurschus in sein Amt als neuer Superintendent des Kirchenkreises Herford eingeführt. Gleichzeitig entpflichtete die Leitende Theologin der Landeskirche den bisherigen Superintendenten Michael Krause von seinem Amt. Krause übernimmt die Aufgabe des Theologischen Geschäftsführer für den Bereich „Bethel im Norden“ der von Bodelschwingschen Stiftungen Bethel.

Vom Vikar zum Superintendenten

„Wer hätte das damals gedacht“, sagte die Präses angesichts der Tatsache, dass der gebürtige Badener Reinmuth, der am 1. April 1993 seinen Dienst als Vikar in der damaligen Herforder Münsterkirchengemeinde angetreten hatte, 27 Jahre später in seiner Vikariatskirche als Superintendent eingeführt wurde.

„Längst ist Ihnen Herford zur Heimat geworden“, sagte Kurschus zu Reinmuth, der zuletzt 20 Jahre lang Pfarrer in der jetzigen Kirchengemeinde Herford-Mitte war. Sie wies aber auch darauf hin, dass der Wechsel ins Superintendentenamt eine Zäsur darstelle: „Sie haben ab heute eine komplett neue Aufgabe und Rolle.“ Als Superintendent habe Reinmuth nun die „Draufsicht“ auf alle Gemeinden und Arbeitsbereiche des Kirchenkreises und müsse Entscheidungen für den Kirchenkreis treffen.

Eine "legendäre" Zeit

Dem scheidenden Superintendenten Michael Krause dankte die Präses für seine Arbeit in Kirchenkreis und Theologischem Ausschuss der Landessynode und erinnerte an dessen „legendäre“ Einbringungsreden in den Landessynoden, die die Synode auch bei heiklen Themen auf konstruktive Wege geführt hätten. „Wir verdanken dir viel“, sagte Kurschus und überreichte Krause das Bronzene Kreuz der Landeskirche.

In seiner Antrittspredigt ging Reinmuth auf die aktuelle Situation ein: Corona habe sich wie Mehltau über die Stimmung gelegt. Christen hofften aber, dass es auch in Zeiten der Veränderung und Verunsicherung eine Art „Energiestoß von oben“ geben könne. Der christliche Glaube schenke Erfahrungen der Fülle, an die man sich erinnern könne und die helfen würden, auch Zeiten der Dürre zu überstehen. Auch in Zeiten der Krise könne man so „tiefenentspannt“ aus der Kraft des Geistes leben.

Als Vertreter der Kommunalpolitik würdigte Landrat Jürgen Müller die Arbeit Krauses und wünschte seinem Nachfolger „gutes Gelingen, viel Energie und viel Freude“ für sein neues Amt. Die Kirche biete auch in Krisenzeiten als eine Art Dach den Menschen Schutz. Pfeiler dieses Daches seien Toleranz, Liebe, Fürsorge und Verantwortung.

Probleme und Chancen

Für den Kirchenkreis sprach Verwaltungsleiterin Sabine Lampka. „Sie haben Menschen in Verbindung gebracht“, sagte sie zu Krause und nannte als aktuelle Projekte den Neubau eines Mehrgenerationenhauses mit Kita, Jugendzentrum und Altenclub in der Herforder Waisenhausstraße und die Planungen für einen Umbau des Johannes-Falk-Hauses, der Förderschule des Kirchenkreises in Lippinghausen. Dem neuen Superintendenten gegenüber sagte sie: „Es ist gut, dass Sie die Probleme und Chancen und Ressourcen des Kirchenkreises gut kennen.“ Wichtig für die Zukunft sei, dass die evangelische Kirche als solche erkennbar bleibe.

Michael Krause sprach in seinem Schlusswort vom Ende seiner „Dienstfahrt“ durch den Kirchenkreis und davon, dass vieles nur als „Teamwork“ möglich gewesen sei. „Wir haben viel geschafft, ich danke Ihnen und Gott dafür“, sagte Krause, bevor er Reinmuth zu Beginn von dessen „Dienstfahrt“ das Wort übergab. Der dankte allen, die es ermöglicht hatten, dass trotz Corona die Amtsübergabe in einem Gottesdienst gefeiert werden konnte, und nahm ein Bild aus dem Fußball auf, dass Krause bei seiner Abschiedsfeier vor einer Woche verwendet hatte: Ein Superintendentenwechsel sei eine Art Trainerwechsel. „Nun kommt es darauf an, dass wir auch Punkte machen“, sagte Reinmuth.

„Kom’ma Herr“-Band

Während der Gottesdienst musikalisch von der „Kom’ma Herr“-Band aus Rödinghausen und Hans-Martin Kiefer an der Orgel begleitet wurde, spielten Bläser aus dem Kirchenkreis im Anschluss an den Gottesdienst auf dem Münsterkirchplatz. Hier war auch Gelegenheit für die Gottesdienstbesucher, sich von Michael Krause persönlich zu verabschieden und dem neuen Superintendenten Dr. Olaf Reinmuth zu gratulieren.

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