Größte Kita Herfords steht für Vielfalt und Weltoffenheit

Erstellt am 08.09.2020

Haus „Lukas“ in der Amselstraße offiziell eröffnet / Erweiterung der evangelischen Kita „Markus“

Foto: Ein Schirm in Regenbogenfarben als Symbol für die Vielfalt. Unter Beteiligung des ehemaligen Superintendenten Michael Krause (2. von rechts), seines Nachfolgers Olaf Reinmuth (5. von rechts) und Bürgermeister Tim Kähler (3. von rechts) wurde Haus „Lukas“ in Betrieb genommen

 

Herford (08.09.2020). Mit einem Regenbogenschirm zeigte Pfarrerin Eva-Maria Schnarre das, was die neue Kita des Evangelischen Kirchenkreises an der Amselstraße ausmacht: Vielfalt und Weltoffenheit. Zum Abschluss seiner Tätigkeit als Superintendent nahm Michael Krause mit seinem Nachfolger Dr. Olaf Reinmuth an seiner Seite das neue Haus “Lukas“ offiziell in Betrieb.

Es sei ihm ein großes Anliegen, die Eröffnung noch zu vollziehen, auch wenn die geplante große Eröffnungsfeier aufgrund der Corona-Pandemie vorerst abgesagt werden musste. „Kindergärten sind ein wichtiger Motor der Gemeindearbeit“, betonte Krause. Bei der Arbeit im Quartier gehe es auch darum, Menschen verschiedener Konfessionen und Nationen zusammenzubringen: „Es liegt uns sehr am Herzen, Teil dieser bunten Gemengelage zu sein.“

Das zeigt die Zusammensetzung der Kinder schon jetzt. „Hier leben und spielen Kinder aus 14 Nationen in friedlichem Miteinander“, sagte Annegret Lindner, die kommissarische Leiterin der Kita. Das neue Haus ist eine Erweiterung der Kita „Markus“, die direkt nebenan liegt. Ein wichtiger Grund für die Bewerbung um die Trägerschaft der neuen Kita. Mit insgesamt 150 Kitaplätzen bilden die beiden Häuser nun die größte Kita Herfords.

Auch wenn die Kinder in unterschiedlichen Gebäuden untergebracht sind, arbeiten die beiden Häuser eng zusammen. „Das Tor zwischen den Außenbereichen ist schon jetzt immer geöffnet“, erklärte Annegret Lindner. „Wir haben den Wunsch, zukünftig eine gemeinsame Pädagogik zwischen den Häusern zu leben.“ Das könne natürlich erst dann in vollem Umfang umgesetzt werden, wenn sich die Corona-Situation etwas entspannt habe.

Bürgermeister Tim Kähler sah sich bestätigt in der Entscheidung, den Kindergarten in die Hände des Evangelischen Kirchenkreises zu geben. Trägervielfalt sei wichtig und die Stadt unterstütze das. „Dieser Kindergarten zeigt, dass Herford eine weltoffene Stadt ist. Hier haben Kinder aller Konfessionen Platz“, sagte er. Auch den nachhaltigen Holzbau lobte er. „Um es auf ostwestfälisch zu sagen: Da kannste nicht meckern“, fasste er augenzwinkernd zusammen.

Pfarrerin Eva-Maria Schnarre warf einen Blick über den Kindergartenzaun hinaus und setzte die Kita in Bezug zur Quartiersarbeit rund um die Amselstraße. „Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf“, zitierte sie ein afrikanisches Sprichwort. Der Kontakt außerhalb von Gottesdiensten sei wichtig und das beziehe das ganze Netzwerk mit ein – von Kindern und Familien über Senioren bis hin zu allen anderen Menschen innerhalb des Quartiers. Ziel sei es, die Kooperation zwischen all diesen Gruppen zu fördern, neue Akteure zu gewinnen und ausgehend vom Bestehenden Neues zu entwickeln.

 

 

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