Diakonisches Werk und Netzwerkpartner kümmern sich in Coronakrise um Bedürftige

Erstellt am 09.04.2020

Kleine Geste mit großer Wirkung / Hilfe über Grundbedürfnisse hinaus

Foto: Adrian Möller und Superintendent Michael Krause

Herford (09.04.2020). „Wir sind für dich da, auch in schweren Zeiten.“ Das ist es, was Adrian Möller vom Diakonischen Werk und andere ehrenamtliche Helfer den Menschen im Kreis Herford vermitteln. Sie beliefern Bedürftige mit Essen aus dem Elsbach-Restaurant und reden mit ihnen – natürlich auf Abstand, aber trotzdem mit großer Wirkung.

„Das ist ein kleines Zeichen, das viel auslöst“, sagt Superintendent Michael Krause. „Das sind Mahlzeiten, die nicht nur in den Magen, sondern auch ins Herz gehen.“ Denn jetzt, wo das Coronavirus alle zwingt, ihre sozialen Kontakte einzuschränken, werden Einsamkeitsgefühle gerade bei den sozial Schwächeren noch verstärkt.

Dabei geht es auch darum, Schamhürden zu überwinden und den Mut zu finden, Unterstützung zuzulassen. So wie bei einer alleinerziehenden Mutter, die nach direkter Ansprache das Hilfsangebot annahm – mit durchschlagendem Erfolg, wie Adrian Möller berichtet: „Wir haben eine WhatsApp-Gruppe mit einem Helferpool aus Diakonie, Petrigemeinde und einem Ehrenamtsnetzwerk, der Coronahilfe Hiddenhausen. Als ich den Fall da reingestellt habe, hatte ich in zwei Minuten vier Antworten.“

Was als kleines Projekt begann, gewann schnell viele Helferinnen und Helfer, auch über Zuständigkeiten und Stadtgrenzen hinaus. Sie alle treibt die gleiche Frage an: Wie können wir jetzt für die Menschen da sein? „In der aktuellen Situation entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, wie ich es vorher noch nicht erlebt habe. Alle wollen, dass das eine gute Wende nimmt“, zeigt sich Adrian Möller überwältigt von dem Engagement. Durch die Krise entstehe ein anderes Bewusstsein für die Mitmenschen.

Für den in der Suchtberatung und Flüchtlingsarbeit tätigen Diakon wie auch für andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des diakonischen Werkes gilt es dabei, über den Tellerrand zu schauen, auch Probleme aus anderen Bereichen zu erkennen und den kirchlichen Auftrag neu zu definieren. „Man muss sich die Situation angucken, sie wahrnehmen und danach handeln“, sagt Michael Krause. Ein Vorhaben, das der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Herford gut umgesetzt sieht: „Ich freue mich, dass da so eine Energie und Bewegung drinsteckt.“

Eine Aussage, die Adrian Möller bestätigt. Denn er ist in Gedanken schon mitten in der Planung einer neuen Idee: einem festlichen Osteressen, um auch an den Feiertagen allen das Gefühl zu geben, nicht alleine zu sein.

 

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