Notfallseelsorge im Kreis Herford: Rücksäcke für den Einsatz und Funkmelder

Erstellt am 19.03.2020

Anton-und-Andreas-Hettich-Stiftung und Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ fördern Sachausrüstung

Landrat Jürgen Müller (für die Stiftung Zukunft Wittekindsland), Pfarrer Sergej Klause, Axel Grothe (Notfallseelsorger und Stiftungsmitglied der Hettich-Stiftung) und Superintendent Michael Krause (Ev. Kirchenkreis Herford)


Kreis Herford (19.03.2020). Die Notfallseelsorger im Kreises Herford können jetzt kurzfristiger, vor allem aber auch wesentlich flexibler ausrücken. Insgesamt 30 Rucksäcke mit dem notwendigen Equipment für einen Einsatz sowie 30 Funkmelder sind den Helfern Anfang März in der Feuerwehrleitstelle des Kreises Herford übergeben worden.

Die Anton-und-Andreas-Hettich-Stiftung und die Stiftung „Zukunft im Wittekindskreis“ haben diese Anschaffung möglich gemacht. 6000 Euro wurden dabei für die Anschaffung der Rucksäcke durch die Hettich-Stiftung zur Verfügung gestellt, weitere 9000 Euro für die Anschaffung der Funkmelder durch die Wittekindskreis-Stiftung.

„Durch diese Mittel können wir nun viel gezielter, schneller und flexibler helfen“, sagte Notfallseelsorger Sergej Klause. Bislang gab es im Team der Notfallseelsorger das aus insgesamt 30 Pfarrerinnen, Pfarrer und Ehrenamtlichen besteht - ein Mobiltelefon, welches wöchentlich an den jeweiligen Bereitschaftsdienst weitergereicht wurde.

„Nun hat jeder Notfallseelsorger einen Funkmelder, den er aktivieren kann, wenn er Bereitschaft hat. Das Handy muss nicht mehr weitergereicht werden“, sagte Klause. Gleichzeitig ist es nun möglich, die Bereitschaft auch mal nur für wenige Stunden an jemand anderen weiterzugeben, sollte ein Notfallseelsorger einmal nicht greifbar sein. „Man deaktiviert den Melder dann einfach und ein anderer aktiviert ihn. Das war sonst nicht so einfach möglich“, sagte er.

Ebenfalls ist es nun möglich, über den Funkmelder zwischen Einzelruf und Gruppenruf zu unterscheiden. „Bei einem Einzelruf wird nur derjenige benachrichtigt, der Bereitschaft hat. Bei einem Gruppenruf alle diejenigen, die ihren Melder nicht aushaben und möglicherweise greifbar sind“, erklärte der Notfallseelsorger. So braucht bei Vorfällen, bei denen mehrere Notfallseelsorger benötigt werden, keine lange Telefonkette mehr gestartet werden. Die Helfer können schnell zum Einsatzort eilen, insbesondere auch diejenigen, die in der Nähe wohnen.

Da nun auch jeder der Notfallseelsorger einen Rucksack mit allem notwendigen Equipment hat, ist jeder sofort einsatzbereit. „Zuvor gab es nur einen solchen Rucksack, der immer weitergereicht werden musste“, sagte Axel Grothe, der nicht nur als ehrenamtlicher Notfall-Seelsorger arbeitet, sondern auch Stiftungsmitglied der Hettich-Stiftung ist und die Idee hatte, hier um Unterstützung zu bitten.

Wie wichtig die Arbeit der Notfallseelsorger ist, betonte auch Landrat Jürgen Müller, der für die Stiftung Zukunft Wittekindskreis vor Ort war: „Es gibt Situationen, da brauchen Menschen Trost. Und dann ist es gut, wenn es diese schnelle Hilfe gibt“, sagte er. Auch Superintendent Michael Krause dankte den Anwesenden für ihren Einsatz: „Wichtig sind vor allem die Menschen, die diesen Job machen. Und es ist gut, dass es nun diese Unterstützung gibt, die die Arbeit flexibler macht“, sagte er.

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