Herford: Doris Begemann geht in den Ruhestand / 36 Jahre Kita-Leiterin

Erstellt am 22.12.2020

Abschied von der Kita „Oberlin“ / Erzieherin prägte die Kita-Arbeit mehr als drei Jahrzehnte

Foto: Doris Begemann in der Oberlin-Kita mit Pfarrer Rolf Bürgers und Referatsleiterin Manuela Vicky Sieker vom Kirchenkreis Herford. Das Straßenschild „Begemann Weg“ schenkten ihr Eltern aus der Kita zum Abschied.


Herford (22.12.2020). Mehr als 36 Jahre leitete Doris Begemann die evangelische Kita „Oberlin“ am Viehtriftenweg. Zum Ende des Jahres 2020 geht sie in den beruflichen Ruhestand. Doch ganz zur Ruhe setzen, will sie sich nicht.

„Ich brauche soziale Kontakte und werde bestimmt nicht nur zu Hause auf dem Sofa sitzen“, kündigt die 65-Jährige an. Wer die dynamische, stets engagierte Erzieherin persönlich kennengelernt hat, glaubt ihr das sofort.

Dynamische, stets engagierte Erzieherin

„Sie haben einen eigenen Stil entwickelt, der sehr geschätzt wird, und sie haben sich einen hohen Respekt erarbeitet“, sagte Pfarrer Rolf Bürgers als Vorsitzender des kreiskirchlichen Kita-Leitungsausschusses. Gemeinsam mit Referatsleiterin Manuela Vicky Sieker besuchte er zum Abschied die langjährige Kita-Leiterin und überbrachte ein großes Dankeschön sowie Gottes Segen. Eine Abschiedsfeier im Gottesdienst der Kirchengemeinde, wie ursprünglich geplant, kann aufgrund der Corona-Pandemie zurzeit nicht stattfinden.

„Flippig, spontan und sporadisch war ich, aber bin später etwas ruhiger geworden“, berichtet Begemann von ihrer Anfangszeit. 1977 kam sie als Erzieherin zum damaligen Gottschalk-Weddigen-Haus der Diakoniestiftung Herford. 1982 wechselte sie als Gruppenleitung zur Kita Falkenhorst in Enger und übernahm im April 1984 die Einrichtungsleitung des Oberlin-Kindergartens.

Führungsaufgabe ist ein „Geschenk“

Ihrer eigenen Aussage nach empfand sie diese Führungsaufgabe als ein „Geschenk“. Begemann: „Die Arbeit und die Aufgaben waren immer spannend und ich bin dankbar, dass ich das machen durfte.“ Angefangen hat sie damals mit 70 Kindern in drei Gruppen und sechs Kolleginnen. Heute sind in der Kita in vier Gruppen insgesamt 75 Mädchen und Jungen im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren. Sie werden von 14 Mitarbeitenden in Voll- und Teilzeit betreut und gefördert.

Zusätzlich zu ihrer Leitungsaufgabe in der Oberlin-Kita übernahm Begemann weitere besondere Aufgaben im Evangelischen Kirchenkreis Herford. Beispielsweise gehörte sie als Vertreterin der Kita-Leitungen der Kreissynode des Kirchenkreises an, außerdem war sie Beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss der Stadt Herford.

Gut begleitet

„Sie haben sich immer sehr engagiert für die Kinder und Eltern sowie für die Weiterentwicklung der konzeptionellen Arbeit in den Kitas eingesetzt“, lobte Bürgers. „Ich habe mich auch von der Fachberatung im Kirchenkreis und den Kolleginnen immer gut begleitet gefühlt“, entgegnete Begemann.

In den vergangenen Jahren hatte sie auch schwierige Ereignisse zu meistern, beispielsweise als 2017 ein Wasserrohrbruch nahezu das gesamte Gebäude unbenutzbar machte und die Kindergruppen mehrere Monate auf zwei Standorte verteilt waren. Begemann: „Ich mag Herausforderungen und dass man sein eigenes Profil erarbeiten kann. Wir haben als Kitas im Kirchenkreis eine Gemeinsamkeit und trotzdem individuelle Profile. Das finde ich klasse.“

Dialog und Austausch

Ihrer Aussage nach sei außerdem das Spannende an der täglichen Arbeit der Dialog und Austausch mit anderen Menschen. Als Rentnerin will sie sich nicht ganz zurückziehen, sondern sich unter anderem als Rechtspflegerin einer älteren Dame sozial engagieren. Auch will sie den Kontakt zu ihren langjährigen Kolleginnen und Wegbegleiterinnen nicht abrechen lassen. Begemann: „Wir wollen uns auch im Ruhestand nicht auseinanderleben.“

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