Update, Juli 2021: Gestaltung kirchlichen Lebens

Erstellt am 10.07.2021

Westfalen (10.07.2021). Die Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) hat ihre Corona-Schutz-Empfehlungen aktualisiert.

Corona-Update vom 09. Juli 2021

Das Land NRW führt mit der neuen Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO), die am Freitag, 9. Juli, in Kraft getreten ist, die Inzidenzstufe 0 ein. Sie gilt für Kreise und kreisfreie Städte mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 10. Die neue CoronaSchVO hebt einen Großteil der bestehenden Regeln und Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie auf und soll eine weitgehende Normalisierung vieler Lebensbereiche ermöglichen. Die landeskirchlichen Empfehlungen wurden den Regelungen des Landes NRW angepasst.

Abstandsgebot und Maskenpflicht sind in der Inzidenzstufe 0 laut der aktellen CoronaSchVO weitgehend aufgehoben. Es ist möglich, Gottesdienste wieder ohne Einschränkungen zu feiern und auf Masken ganz zu verzichten.

Mit Rücksicht auf nicht immunisierte Teilnehmende, zum Beispiel Kinder und Jugendliche, und mit Blick auf die Ausbreitung der Deltavariante des Coronavirus empfiehlt die westfälische Landeskirche, die geübten Mindestabstände bei Gottesdiensten beizubehalten und beim Gemeindegesang Masken zu tragen. Zumal wir im Blick auf die Gottesdienste weiterhin auf die Vorlage von negativen Tests oder Impfzertifikaten verzichten, die das Land für viele Gelegenheiten voraussetzt, legt sich diese Empfehlung nahe.

Über die Umsetzung entscheiden die Gemeinden anhand der örtlichen Gegebenheiten.

Die Pflicht zur Erhebung der Kontaktdaten von Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern fällt bei Inzidenzstufe 0 weg.

Weitere Regelungen der Stufe 0:

  • Für Bildungsangebote gilt, dass Kontaktdaten erhoben werden müssen, ansonsten gibt es keine Beschränkungen.
  • Bei Ferienfreizeiten gibt es eine einmalige Testpflicht zu Beginn, bei Kinder- und Jugendreisen zu Anfang und Ende des Angebots, ansonsten gelten keine Einschränkungen mehr.
  • Für Kulturveranstaltungen ist wahlweise ein Negativtest oder ein Sitzplan nach Schachbrettmuster erforderlich.
  • Für den Konferenzbetrieb gelten keine Beschränkungen mehr.

Die aktuelle Fasssung der landeskirchlichen Empfehlungen gibt es hier zum Download (Stand: 9. Juli 2021).

Testpflicht nach dem Urlaub

Regelmäßige Testungen aller noch nicht geimpften Personen spielen laut Land NRW eine wichtige Rolle, um eine vierte Corona-Welle zu verhindern. Mit Blick auf Urlaubszeit und Virusvarianten gibt es in der CoronaSchVO unter §7 Abs. 3 eine neue Regelung für die Rückkehr an den Arbeitsplatz: Beschäftigte ohne vollständigen Impfschutz oder Genesenen-Nachweis, die nach dem 1. Juli 2021 mindestens fünf Tage aufgrund von Urlaub oder ähnlichen Abwesenheiten nicht gearbeitet haben, müssen nach der Rückkehr am ersten Tag an ihrem Arbeitsplatz ein negatives Testergebnis vorweisen oder vor Ort einen Test durchführen.

Grundsätzliches

Mit Wirkung vom 9. Juli 2021 tritt eine Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) in Kraft, die angesichts der Pandemie-Entwicklung ihre Maßgaben zum Infektionsschutz bei niedrigen Inzidenzwerten neu ausrichtet. Es gilt weiter:

  1. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften orientieren sich bei den von ihnen aufzustellenden Regelungen für Gottesdienste und andere Versammlungen zur Religionsausübung an den entsprechenden Regelungen der CoronaSchVO.
  2. Sie berücksichtigen dabei insbesondere die Grundgedanken der Schutzkonzepte dieser Verordnung gemäß den verschiedenen Inzidenzstufen für Veranstaltungen im Innen- oder Außenbereich, die mit ihren Veranstaltungen hinsichtlich der Kontakte und daraus resultierender Infektionsrisiken vergleichbar sind.

Die Inzidenzstufen definiert § 1 Absatz 4 der CoronaSchVO wie folgt:

Inzidenzstufe 0: 7-Tage-Inzidenz von höchstens 10
Inzidenzstufe 1: 7-Tage-Inzidenz von über 10, aber höchstens 35
Inzidenzstufe 2: 7-Tage-Inzidenz von über 35, aber höchstens 50
Inzidenzstufe 3: 7-Tage-Inzidenz von über 50

Die Zuordnung zu einer niedrigeren Inzidenzstufe erfolgt, wenn der jeweilige Grenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten wird, mit Wirkung für den übernächsten Tag.

Abweichend davon erfolgt die Zuordnung beim Übergang von Inzidenzstufe 0 zu Inzidenzstufe 1 erst, wenn der Grenzwert an acht aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, mit Wirkung für den übernächsten Tag. 

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales veröffentlicht für die Kreise und kreisfreien Städte die dort jeweils geltenden Inzidenzstufen und veränderte Einstufungen, deren Wirksamkeitsdatum sowie die für das Land geltende Inzidenzstufe täglich aktuell unter www.mags.nrw

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