Netzwerk Impfhilfe Kreis Herford: Gemeinsame Telefonnummer für Fragen rund ums Impfen

Erstellt am 22.03.2021

Hilfe bei der Anmeldung und Fahrdienste

Foto: Zum Netzwerk Impfhilfe Kreis Herford gehören unter anderem (von links): Pfarrerin Eva-Maria Schnarre (Kirchenkreis Herford), Klaus Lobe und Andreas Winter (Diakonisches Werk im Kirchenkreis Herford), Tanja Reinhold (DRK-Kreisverband Herford-Stadt) sowie Elke Petring und Elke Eisenburger (AWO-Kreisverband Herford)

 

Kreis Herford (22.03.2021). In Enger ist das zentrale Impfzentrum des Kreises Herford. Das jetzt neu gegründete „Netzwerk Impfhilfe Kreis Herford“ möchte die dort geleistete Arbeit unterstützen. Mit im Netzwerk dabei sind unter anderem das Diakonische Werk, die Caritas, die AWO, das DRK und der Kirchenkreis Herford.

„Wer sich impfen lassen will, soll die Möglichkeit dazu bekommen. Unser Netzwerk will den Menschen unabhängig von Religions-, Gruppen- und Vereinszugehörigkeit dabei helfen“, sagt Pfarrerin Eva-Maria Schnarre vom Evangelischen Kirchenkreis. Ausdrücklich betont sie, dass das Netzwerk keine Konkurrenz für bestehende Angebote ist, sondern eine Ergänzung. Schnarre: „Wir wollen und werden keinesfalls die vielen tollen bereits existierenden Impfhilfen und Fahrdiensten verdrängen. Unser Ziel ist es unter anderem, die Hilfen von Organisationen und Vereinen zu vernetzen und als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.“

Zurzeit sieht es so aus, als werde das das Impfzentrum in Enger noch eine Weile eine der wenigen Orte im Kreis Herford sein, um eine Impfung gegen das Corona-Virus zu erhalten. Schnarre: „Manche hatten die Hoffnung auf einen baldigen Impfstart auch bei Hausärzten, was sich aber scheinbar noch verzögern wird.“

Die Organisatoren der Hotline weisen darauf hin, dass sie selbst keine Impftermine vergeben können, sondern nur denen, die mit der telefonischen Vergabe oder der Online-Anmeldung nicht klarkommen, unterstützend zur Seite stehen. Außerdem versuchen sie Fahrdienste für die zu organisieren, die aus finanziellen oder persönlichen Gründen sonst nicht zum Impfzentrum gelangen könnten. Menschen, die etwa keine Familienangehörigen oder Nachbarn haben, die sie begleiten und fahren könnten oder die keinen Taxischein wegen einer Behinderung oder Pflegestufe durch ihren Arzt vermittelt bekommen können, können sich melden.

Zum „Netzwerk Impfhilfe Kreis Herford“ gehören weitere Vereine, Kirchengemeinden und Einzelpersonen. Sie alle haben sich bereit erklärt, Fahrdienste ehrenamtlich zu übernehmen, zum Beispiel die Landfrauen, der Kreisheimatverein, der Kreissportbund und die Evangelische Frauenhilfe etwa haben ihre Mitglieder zum Mitmachen aufgefordert. Schnarre: „So können wir jetzt bei Anfragen auf eine gemeinsame Liste möglicher ortsnaher Freiwilliger zurückgreifen und diese vermitteln.“

Weitere ehrenamtlich tätige Freiwillige, die mithelfen möchten, können sich beim Netzwerk über die Vereine oder die Homepage „Impfhilfe Herford“ melden. Die Freiwilligen sollten dann mitteilen, in welcher Organisation sie nachweislich Mitglied sind oder ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen. Damit will das Netzwerk ausschließen, dass Hilfesuchenden möglichen Betrügern zum Opfer fallen. „Leider treiben einige ein böses Spiel mit den Hilfsbedürftigsten, das wollen wir möglichst verhindern“, betont Pfarrerin Schnarre. Ihr Frauenreferat im Kirchenkreises Herford koordiniert die Impfhilfe.

Schnarre: „Die Mitarbeitenden bei den sozialen Trägern sind sozusagen die Knotenpunkte, bei denen verschiedene Fäden zusammenlaufen. Und die wiederum knüpfen dann die Fäden zwischen Menschen, die Hilfe suchen und denen, die bereit sind, Hilfe zu leisten.“

Der Service der Fahrleistungen erfolgt unter den jeweils aktuell geltenden Personenbeschränkungen und Hygienevorgaben. Auch versicherungstechnische Fragen sind geklärt.

Eines der ersten Ziele des neu gegründeten Netzwerkes war, aus mehreren unterschiedlichen Telefonnummern für Hilfsangebote, eine gemeinsame zu schaffen. Ab sofort haben im Kreis Herford das Diakonische Werk, die Caritas, die AWO, das DRK und der Kirchenkreis für Fragen rund ums Impfen eine zentrale Telefonnummer. Schnarre: „Es sollen unter dieser Nummer mindestens immer zwei Personen erreichbar sein, damit keine Anruferinnen oder Anrufer in endlosen Warteschleifen landet.“

Kontakt

  • Montags bis freitags 18.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr
  • Telefon: (05221) 8 89 81 00

www.impfhilfeherford.de

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