Bünde: Weihnachts-Zeit ohne Bachs Weihnachts-Oratorium?

Erstellt am 20.12.2021

Zwei Aufführugen am 22. Dezember 2021 in der Pauluskirche Bünde

 

Bünde (20.12.2021). Undenkbar: dies Werk gehört einfach zum beliebtesten aller Christusfeste dazu. Kein anderes Werk hat je solche Popularität erlangt. 

„Jauchzet, Frohlocket!“ – mit diesen Worten beginnt das berühmte Oratorium von Johann Sebastian Bach. Seit seiner Uraufführung 1734 in Leipzig erfreut sich diese Musik auch nach 287 Jahren noch größter Wertschätzung und ungebrochener Beliebtheit. Die Bünder Kantorei wird die Teile I-III in diesem Jahr wieder in der Bünder Pauluskirche aufführen. Das Besondere ist dieses Mal, dass es zwei Aufführungen hintereinander geben wird.  Am 22. Dezember beginnt um 17 Uhr die erste Aufführung und um 20 Uhr die Zweite. Es konnten junge und bereits erfolgreiche Solisten gewonnen werden:

Nicole Lena de Terry, Sopran
Anna Padalko, Alt
Philipp Körner, Tenor
Andreas Jören, Bass
Telemann-Collegium Herford
Bünder Kantorei
Leitung: Hans-Martin Kiefer

Eintritt 25,- € Kategorie I 20,- € Kategorie II 8,- € Hörplätze

Vorverkauf: Spielwaren Sundermeier, Goetheplatz Bünde (Tel.: 05223/3885)

Achtung: Es gilt die Regel 2 G+, es müssen also der Immunisierungsnachweis, ein aktueller Negativ-Test und der Personalausweis vorgelegt werden!

Bachs Weihnachts-Oratorium

Bach ahnte den späteren Erfolg nicht, er schuf das Oratorium für seine Leipziger Gottesdienste vom 1. Christtag bis Epiphanias/Dreikönig 1734/35 als ‚Kantaten’, wie sie damals zur ‚Betrachtung’ des Gehörten üblich waren. Da er die sechs jeweils zu betrachtenden Evangelien als fortlaufende Handlung sah, nannte er den Zyklus ‚Oratorium’ (mit 6 ‚Teilen’, nicht ‚Kantaten’). 

J.S.Bach tat alle Arbeit zur Ehre Gottes, schrieb über jede Komposition: Soli Deo Gloria, und sorgte stets für bestmögliche Musik. Das schloß ein, zu vorhandenen Kompositionen (die ihm als Gratulations-Musik zu nur einmaliger Verwendung zu schade erschienen) neue Texte ähnlicher Ausdrucks-Intensität zu schreiben und zu unterlegen, statt ‚weltlich’ nun geistlich. Dies ‚Parodieverfahren’ war weit verbreitet. So übernahm Bach einige der schönsten Stücke aus zwei Glückwunschkantaten (Laßt uns sorgen, laßt uns wachen (Herkules auf dem Scheidewege, BWV 213) und Tönet, ihr Pauken, erschallet, Trompeten (BWV 214), beide für Mitglieder der sächsischen kurfürstlichen Familie geschrieben) in das Weihnachts-Oratorium. Er konnte so die gelungensten Stücke aus dem Eintagsleben der Gratulationskantate in die alljährliche Wiederverwendbarkeit eines kirchenjahreszeitlich gebundenen Werkes hinüberretten.

 So wurde aus „Tönet, ihr Pauken“ (zu Ehren des sächsischen Kurfürsten; Kantate 214/1) das „Jauchzet frohlocket“, und aus „Ich will dich nicht hören“ (in einer Allegorie auf den jungen Prinzen, der Lockungen widersteht; Kantate 213/9) das „Bereite dich Zion“. 

Bachs Weihnachts-Oratorium ist vielschichtig. Auch wer es lange und gut zu kennen meint, entdeckt immer wieder Interessantes und Wunderbares, wie bei allem wahrhaft Großen!

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