NADESCHDA: Angebote für Betroffene von Menschenhandel in NRW sichern und ausbauen

Erstellt am 08.03.2022

Frauenberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel in Ostwestfalen-Lippe mit Sitz in Herford

Herford (08.03.2022). Die Politikerinnen und Politiker wollen die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl am 15. Mai 2022 erhalten. Die Wahlkampfzeit nutzen spezialisierte Fachberatungsstellen wie NADESCHDA, um die Politik auf ihre Interessen aufmerksam zu machen. So ist es auch in diesem Jahr.

Die Beratungsstelle NADESCHDA hilft Opfern von Menschenhandel, ist zuständig für Ostwestfalen-Lippe und in Trägerschaft der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen.

Maßnahmen finanzieren für Opfer von Menschenhandel

Die Finanzierung der Beratungsstelle durch das Land und die Kommunen ist zwar gesichert, aber keinesfalls kostendeckend. Wichtig ist NADESCHDA-Leiterin Pfarrerin Birgit Reiche daher eine langfristige finanzielle Sicherung. Zudem fordern die Mitarbeiterinnen verschiedene Maßnahmen für Opfer von Menschenhandel im Bereich Unterbringung und der medizinischen Versorgung.

„Wenn Fachberatungsstellen erkennen, dass eine Klientin Opfer von Menschenhandel ist, muss dieser Sachverhalt von Behörden und Institutionen auch anerkannt werden“, erklärt eine der NADESCHDA Beraterinnen weiter. Längst überfällig sei auch die Einführung eines Zeugnisverweigerungsrechts für die Mitarbeiterinnen der spezialisierten Beratungsstellen. Die Umsetzung der Istanbul-Konvention, eine angemessene Entschädigung für Betroffene von Menschenhandel und eine Unterstützungsstruktur für weitere Formen des Menschenhandels gehören zu den acht politischen Forderungen.

NADESCHDA in Herford

Die spezialisierte Frauenberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel, NADESCHDA in Herford, ist die einzige Beratungsstelle im ländlichen Raum in NRW. Heute gibt es in NRW acht geförderte spezialisierte Fachberatungsstellen für Opfer von Menschenhandel. Die Fachberatungsstellen arbeiteten von Anfang an in enger Absprache mit den ermittelnden Polizei- und Justizbehörden.

Vielen Hunderten Frauen und Mädchen konnte in diesen Jahren aus ihrer Zwangssituation herausgeholfen werden, mit steigender Tendenz. Dank der Aussagen vieler mutiger Zeuginnen konnten Täter bestraft und Menschenhändlerringe zerstört werden. Zur NRW-Landtagswahl 2022 hat die „NRW-Vernetzung der spezialisierten Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel“ politische Forderungen formuliert und den Parteien geschickt.

Weitere Infos

Die politischen Forderungen im Wortlaut sind zu finden unter www.frauenhilfe-westfalen.de.

Mehr Informationen zu NADESCHDA gibt´s unter www.nadeschda-owl.de.

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