Kirchenkreis Herford: Insgesamt 136.000 Euro für die Ukrainehilfe

Erstellt am 08.04.2022

Kirchenkreis hat die Spenden verdoppelt: Kirchengemeinden, Synode und Dienste sammelten 68.000 Euro

Kreis Herford (08.04.2022): Mitte März hat der Evangelische Kirchenkreis Herford bei seiner Synode einen Spendenaufruf für die Ukrainehilfe veröffentlicht. Jetzt konnte Superintendent Dr. Olaf Reinmuth das Ergebnis bekanntgeben. Aus den Kirchengemeinden und synodalen Diensten sowie von Einzelpersonen wurden 68.000 Euro gespendet. Diese Summe hat die Finanzgemeinschaft des Kirchenkreises verdoppelt auf 136.000 Euro.

„Es gibt ein großes Mitgefühl für die vom Krieg betroffenen Menschen, viele hier im Kreis Herford wollen helfen und machen das auch“, berichtet Olaf Reinmuth, leitender Theologe des Kirchenkreies. Seit Kriegsbeginn haben die örtlichen Kirchengemeinden sowie die kreiskirchlichen Dienste Sach- und Geldspenden gesammelt. Außerdem wurde während der zweitägigen, digitalen Kreissynode eine Online-Spendenmöglichkeit für die Diakonie Katastrophenhilfe eingerichtet sowie die Kollekte des Synodengottesdienstes an die Ukrainehilfe weitergereicht.

Nach Auskunft der Kirchenkreises gab es neben vielen örtlichen Initiativen auch hohe Einzelspenden. Reinmuth: „Über die riesige Summe bin ich sehr erfreut und begeistert, sie zeigt die Hilfsbereitschaft und Offenheit. Ich rechne damit, dass diese Hilfsbereitschaft und Offenheit auch den Menschen gegenüber in hohem Maße da sind, die hier bei uns Schutz suchen.“

Ein Großteil der 136.000 Euro ging zielgerichtet an die Diakonie Katastrophenhilfe für die Ukraine sowie zweckgebunden an mehrere weitere Hilfsempfänger. Zum Beispiel wurden die Ukraine-Hilfstransporte der evangelischen Jugend unterstützt, die von der Gemeindepädagogin Ulrike Jäger im Auftrag des Kirchenkreises Herford organisiert werden. Sie bringt gemeinsam im Team mit weiteren Helferinnen und Helfern unter anderem Kleidung, Lebensmittel und Medikamente aus dem Wittekindsland zu einer Hilfsstation in Polen, von wo die Hilfsgüter in die Ukraine transportiert werden.

Außerdem wurden die Spenden der Kirchengemeinden verdoppelt, die eigene Ukraine-Hilfsprojekte haben oder in den Gemeinden aktive Hilfe für Geflüchtete leisten. „10.000 Euro von den 136.000 Euro haben wir für weitere direkte Hilfe der in den Kreis Herford geflüchteten Menschen zurückgestellt. Wir schauen jetzt gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern im Diakonischen Werk, wo Hilfe sinnvoll und nötig ist und wie sie möglichst schnell und gut wirken kann“, kündigt Superintendent Reinmuth an.

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