„Toni singt“-Plaketten an sechs evangelische Kitas überreicht

Erstellt am 24.11.2022

Freude über Auszeichnung in Bünde, Dünne, Herringhausen, Kirchlengern und Westkilver

Foto: Angela von Bargen (Kita Herringhausen, v. l.), Anke Redeker (Kita Frühlingsweg), Herbert Busch-Prüßing (Leitungsausschuss), Nicole Zörner (Kita Dünne), Christian Neumann (Referatsleitung), Gitta Bellin, Maja Schnelle, Sabine Klei (Kita Auf der Wehme), Carsten Jaehner (Chorverband NRW), Theres Johanning (Lippinghausen), Burkhard Leich (Projektleitung), Nicole Schlingmann (Kita Gossner) freuen sich über die „Toni-singt“-Plaketten.

 

Text und Foto: Ralf Bittner

Kreis Herford (24.11.2022). Singen fördert die Entwicklung junger Menschen. Jetzt erhielten weitere sechs Kitas Urkunden und Plaketten für ihre Teilnahme am Fortbildungsangebot „Toni singt“. Die evangelischen Kindertageseinrichtungen Lippinghausen, Gossner in Westkilver, Auf der Wehme in Kirchlengern, Frühlingsweg in Bünde, Herringhausen und Dünne in Bünde freuen sich über ihre „Toni-singt“-Plaketten.

„Toni singt“ geht zurück auf Idee des Chorverbandes NRW zur elementaren musikalischen Singförderung. Heute ist das Fortbildungsangebot eine der größten landesweiten Bildungsinitiativen. Die praxisnahe musikalische Fortbildung zum Singen mit Kindern richtet sich in erster Linie an pädagogische Fachkräfte in Kitas und an Tageseltern.

„Über die Jahre haben wir im Kirchenkreis 80 bis 90 Fachkräfte mit den ´Toni singt´-Schulungen erreicht“, sagte Projektleiter Burkhard Leich. „Musik in Kitas – Markenkern Evangelischer Trägerschaft“ ist ein gemeinsames Projekt des Kirchenkreises Herford und der Evangelischen Pop-Akademie. „Wir sind gut gestartet, aber Corona hat uns zurückgeworfen“, berichtete er bei der Plakettenverleihung im neuen Herforder FRIEDA-Gebäude. Umso dankbarer sei er den Fach- und Leitungskräften, die sich trotzdem fortgebildet hätten.

„Normalerweise umfassen die ´Toni singt´-Fortbildungen drei Schulungstage zu jeweils fünf Stunden, während Corona haben wir auch das digitale Fortbildungsangebot ´Toni singt´-Online entwickelt“, erzählte Carsten Jaehner vom Chorverband NRW. Die gebe es auch weiter, aber für die „Toni singt“-Plakette müsse mindestens eine der beiden vokalpädagogischen Grundlagenschulungen in Präsenz absolviert werden. Um die Auszeichnung zu erhalten, müssen pro Einrichtung mindestens zwei Fachkräfte die „Toni singt“-Fortbildung absolviert haben. So soll sichergestellt werden, dass auch bei Krankheitsfällen oder Personalwechseln in der Kita weiterhin kindgerecht gesungen wird.

„Mit den Fortbildungen reagieren wir auch darauf, dass Musik und Singen seit einigen Jahren nicht mehr so intensiv in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung vermittelt werden“, sagte Leich. Dabei sei Singen eine höchst persönliche Sache, ein schiefer Ton könne schnell als peinlich empfunden werden. Darum gehe es auch darum, den Fachkräften die Angst vor dem Singen zu nehmen und Hilfestellungen zu geben, um die eigenen Stimmen und die der Kinder einschätzen zu können. „Natürlich gibt es auch Tipps und Tricks für die Vermittlung, Liedvorschläge und Ideen für Musikspiele. Der Spaß beim Singen entsteht beim Singen“, sagte Leich. Ein monatliches „digitales Liedercafé“ sorgt dafür, dass auch im Kita-Alltag immer wieder neue Lieder ins Repertoire kommen. Regelmäßige Pflichtschulungen sehe das Projekt „Musik in Kitas – Markenkern Evangelischer Trägerschaft“ nicht vor, sondern es verstehe sich eher als Hilfe zur Selbsthilfe, so Leich.

Im Kirchenkreis werde bei der Erzieher-Ausbildung sehr auf die Vermittlung musikalischer Basisfähigkeiten geachtet. So haben Singen und Ukulele ihren Platz im Unterricht in der Erzieherausbildung am Elisabeth von der Pfalz Berufskolleg. „Singen ist für uns als Kirchenkreis ein Markenkern in unseren Kindertageseinrichtungen“, sagte Leich: „Wir wollen mit dem Chorverband NRW und unserer gemeinsamen Bildungsinitiative zeitgemäße Anreize schaffen, um das Singen in den Kitas zu fördern.“

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