Berufliche Nachwuchsförderung: Evangelischer Kirchenkreis Herford legt eigenen Studienfonds auf

Erstellt am 11.05.2023

Natalie Bierkandt erhält ein Stipendium des Kirchenkreises Herford

Foto: Natalie Bierkandt möchte Religionspädagogik und Soziale Arbeit studieren und hat gute Aussichten als eine der ersten Studierenden durch den neuen Studienfonds gefördert zu werden.

 

Kreis Herford (11.5.2023). Natalie Bierkandt engagiert sich schon lange in der kirchlichen Jugendarbeit und wird eine der ersten Studentinnen sein, die ein Stipendium des Kirchenkreises erhält.

Noch absolviert Natalie Bierkandt ihren Bundesfreiwilligendienst an der Herforder Grundschule Obering, aber ab Herbst möchte sie in Hannover Religionspädagogik und Soziale Arbeit studieren. „Danach möchte ich in die Gemeindearbeit“, sagt sie. Auf dem Weg dahin kann sie zwei Jahre lang mit 200 Euro pro Monat Unterstützung durch den Kirchenkreis rechnen.

Das Geld stammt aus einem vom Evangelischen Kirchenkreis Herford neu eingerichteten und mit 70.000 Euro ausgestatteten Studienfonds. Gefördert werden sollen Studierende der Theologie, Religionspädagogik, Gemeindepädagogik, Diakoniewissenschaft, Kirchenmusik, Sozialer Arbeit oder Auszubildende zu kirchlichen Verwaltungsfachangestellten.

Bierkandt engagiert sich seit sechs Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit der Marienkirchengemeinde Herford auf dem Stiftberg und wurde durch Pfarrerin Frauke Wagner auf das Stipendium aufmerksam. „Ich mache bei der Kinderkirche, Konfirmandenarbeit, Jungschar und Jugendgruppen oder Freizeiten mit“, sagt sie, „mit zunehmendem Alter übernehmen auch wir Ehrenamtlichen mehr Verantwortung.“

Obwohl sie so lange mit der kirchlichen Jugendarbeit verbunden ist, entstand die Idee, diese zu ihrem Beruf machen, erst während ihres Bundesfreiwilligendienstes (BFD). „Ich machte meinen Abschluss am Anna-Siemsen-Berufskolleg mit dem Schwerpunkt Gesundheitswissenschaften und wollte auch etwas in Richtung Medizin machen“, sagt sie, „erst zur Halbzeit des BFD kam ich auf die Idee, das, was ich so lange als Hobby gemacht habe, auch zum Beruf machen zu wollen.“

Für Hannover als Studienort entschied sie sich wegen der dort angebotenen Fächerkombination. Sie würde aber gern nach dem Abschluss wieder in die Region zurückkehren. Das hört Pfarrer Holger Kasfeld vom Kirchenkreis gern, denn der Studienfonds sei ein Versuch, früh dringend benötigte Fachkräfte auf den Arbeitgeber Kirche aufmerksam zu machen und zu halten.

„Mit dem Stipendium wollen wir die Studierenden unterstützen und zugleich die Studiengänge stärken“, sagt Kasfeld. Eine Bedürftigkeitsprüfung oder Kriterien, die die Bewerberinnen oder Bewerber erfüllen müssen, gebe es erst einmal nicht, sagt er, „aber so ein Engagement wie das von Natalie Bierkandt finden wir schon toll.“

Über die finanzielle Zuwendung hinaus sollen die Geförderten mindesten einmal im Jahr zum Austausch zusammenkommen, und auch die Vermittlung von Praktikumsplätzen oder Themen für Seminar- oder Abschlussarbeiten seien angedacht. Es gehe auch um den Aufbau eines Netzwerkes, so Kasfeld.

Angesichts des Trends hin zu interprofessionellen Teams, in denen Pfarrerinnen und Pfarrer mit Diakoninnen und Diakonen sowie Gemeindepädagoginnen und -pädagogen zusammenarbeiten sollen, sieht Kasfeld jedenfalls gute Berufschancen für alle, die sich jetzt für Ausbildung oder Studium im kirchlichen Bereich entschieden.

Weitere Infos:
Informationen zum Stipendium und Bewerbungsverfahren gibt es bei Holger Kasfeld vom Kirchenkreis Herford unter Telefon (05221) 988490 oder per E-Mail an holger.kasfelddontospamme@gowaway.kirchenkreis-herford.de. Studierende oder Auszubildende müssen einen schriftlichen Antrag auf das Stipendium, Lebenslauf und Motivationsschreiben und eine Immatrikulationsbescheinigung oder den Ausbildungsvertrag vorlegen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden für zwei Jahre mit 200 Euro monatlich gefördert. Einen Stichtag für die Antragstellung gibt es nicht.

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