Synode des Kirchenkreises Herford beschließt Haushalt 2024

Erstellt am 05.12.2023

Tagung im Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg

Foto oben: Superintendent Dr. Olaf Reinmuth

Foto oben: Pfarrer Axel Bruning, Vorsitzender des kreiskirchlichen Finanzausschusses



Herford (05.12.2023). Der Evangelische Kirchenkreis Herford und die Kirchengemeinden stehen vor Herausforderungen: Dazu gehören unter anderem der gesellschaftliche demografische Wandel sowie perspektivisch geringere Kirchensteuer-Einnahmen.

Bei der Kreissynode, die im Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg tagte, informierten Superintendent Olaf Reinmuth und der kreiskirchliche Finanzausschussvorsitzende, Pfarrer Axel Bruning, die Synodenmitglieder. In der Synode sitzen gewählte Laien und Geistliche, die über wesentliche Fragen des kirchlichen Lebens entscheiden.

Aktuelle Lage und Mitgliederrückgang

„Ukraine-Krieg, Energiekrise, Lieferkettenprobleme und historische Zinswende an den Kapitalmärkten. Selten zuvor kam es zu so vielen Krisen gleichzeitig. Die Welt ist in Unruhe. Das Sicherheitsgefühl ist uns abhandengekommen. An der wirtschaftlichen Lage geht das nicht ohne Einschnitte vorbei“, erklärte Reinmuth.

Außerdem leiden die Kirchen in Deutschland darunter, dass mehr Mitglieder sterben als getauft werden. Hinzu kommen Kirchenaustritte. Der Kirchenkreis Herford verzeichnete Ende 2022 einen Mitgliederrückgang auf 99.503 Personen.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Finanzen wider. Während das Haushaltsjahr 2022 noch mit einem Plus abschließen konnte, muss für den Haushalt 2024 auf Reserven zurückgegriffen werden; der Haushaltsplan sieht eine Entnahme von 3,1 Millionen Euro vor. Die Finanzsynode stimmte dem Haushaltsplan 2024 zu, wohlwissend, dass zukünftig bedeutende Entscheidungen und Anpassungen notwendig sein werden, um die sich verändernde evangelische Kirche mitgestalten zu können.

Haushaltsabschluss 2022

Die Kreissynode des Kirchenkreises Herford hat den Haushaltsabschluss 2022 für die kreiskirchliche Finanzgemeinschaft mit Erträgen von 18.649.663 Euro und Aufwendungen von 17.764.144 Euro genehmigt. Von dem positiven Ergebnis in Höhe von 885.519 Euro sollen 614.590 Euro unter anderem an die 25 Kirchengemeinden fließen. Außerdem soll 270.929 Euro zur Deckung eines möglichen negativen Haushaltsergebnisses 2023 verwendet werden.

Haushalt 2024

Die kreiskirchliche Finanzgemeinschaft rechnet für 2024 mit Erträgen und Aufwendungen in Höhe von 20.462.587 Euro unter einer Rücklagenentnahme von 3.112.587 Euro.

„Der Kirchenkreis Herford kann trotz hoher geplanter Rücklagenentnahme für 2024 seine Aufgaben noch in allen Bereichen finanzieren. Das kann aber nur noch wenige Jahre so weiter gehen. Es bleibt noch Zeit für kluge Transformationsprozesse“, sagte Pfarrer Axel Bruning bei seiner Haushaltsrede.

In den kommenden Jahren ist eine Reduzierung der Gebäude um 40 Prozent und die Anpassung von Pfarrstellen beabsichtigt. Außerdem soll durch die Fusion der Kreiskirchenämter von Herford, Vlotho, Minden und Lübbecke bis 2026 eine effizientere Verwaltungsstruktur entstehen.

Trotz der notwendigen Sparmaßnahmen sind für 2024 auch Investitionen geplant. Zum Beispiel sind 1,2 Millionen Euro für Klimaschutz und Gebäudeinvestitionen vorgesehen. Auch das soll die laufenden Betriebs- und Unterhaltskosten reduzieren.

Diakonische Arbeit

Der Ev. Kirchenkreis Herford fördert 2024 die diakonische Arbeit im Kirchenkreis mit knapp 1,1 Millionen Euro. Neben den direkten Zuschüssen wird - wie bisher - eine halbe Pfarrstelle für den Einsatz im Vorstand bereitgestellt.

Außerdem sind 155.660 Euro für Sachkosten eingeplant. Davon erhalten die Diakoniestationen im Kirchenkreis Herford für zusätzliche diakonische und seelsorgerische Leistungen, die von den Stationen nicht gegenüber den Kostenträgern abgerechnet werden können, einen Zuschuss in Höhe von 138.100 Euro.

Kitas

Die Kindertageseinrichtungen im Ev. Kirchenkreis Herford werden in unterschiedlichen Trägerschaften geführt. Die Finanzgemeinschaft übernimmt jedoch unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft den Trägeranteil für alle Einrichtungen. Somit ist es eine gemeinsame Aufgabe der Finanzgemeinschaft und wird entsprechend in der Finanzausgleichskasse gezeigt.

Der Trägeranteil für die Kindertageseinrichtungen liegt in 2024 bei 2.079.886 Euro und steigt damit zum Vorjahr um 3 Prozent.

Kirchenmusik

Für die Kirchenmusik stehen 2024 insgesamt 515,65 Stunden wöchentlich in den Kirchengemeinden zur Verfügung. Hierfür entsteht ein Personalaufwand von rund 805.894 Euro.

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