Herford: Mehr Präventionsarbeit gegen weibliche Genitalbeschneidung in Nordrhein-Westfalen

Erstellt am 07.02.2024

Projekt-Standorte in Herford (Westfalen) und Köln (Rheinland)

Foto (EFHiW), von links: Corinna Dammeyer, Janne Grotehusmann und Anna Douti-Lauter von YUNA Westfalen-Lippe gemeinsam mit Pfarrerin Anne Heckel, Ministerin Josefine Paul und Pfarrerin Birgit Reiche, hier auf dem Foto zu Gast in der Kölner Fachstelle.


Herford / Köln (07.02.2024). „Weibliche Genitalbeschneidung ist eine gewaltsame und schreckliche Praxis. Um diese schwere Menschenrechtsverletzung in Nordrhein-Westfalen entgegenzutreten und um die bedrohten und betroffenen Mädchen und Frauen zu schützen und zu unterstützen, fördern wir flächendeckende Beratungs- und Präventionsangebote“, betont Ministerin Josefine Paul.

Genitalbeschneidung verletzt die Menschenrechte von Mädchen und Frauen. Auch in Nordrhein-Westfalen leben nach Schätzungen etwa 22.000 Betroffene sowie knapp 4.000 potenziell gefährdete Mädchen. „An den beiden Standorten unseres Projekts YUNA in Köln und Herford arbeiten die Beraterinnen deshalb auch mit Angehörigen von potenziell Betroffenen, mit Fachkräften und Multiplikatorinnen. Denn Aufklärung und Sensibilisierung sind die wichtigsten ersten Schritte, um dieser unmenschlichen Praxis entgegenzutreten“, sagt die NRW-Gleichstellungsministerin.

Projekt YUNA

Das Projekt YUNA ist aus einem Modellprojekt der Lobby für Mädchen e.V. in Köln hervorgegangen. Nach dem erfolgreichen YUNA-Modellprojekt fördert das Land seit 2023 in beiden Landesteilen die Prävention und Beratung bei weiblicher Genitalbeschneidung (FGM/C).

Nordrhein-Westfalen unterstützt die Fachstellen in Köln und Herford mit insgesamt rund 400.000 Euro pro Jahr. Das landesweite Projekt wird durch die Lobby für Mädchen in Köln für das Rheinland und durch den Verein Evangelische Frauenhilfe in Westfalen (EFHiW) für Westfalen-Lippe in Herford umgesetzt.

Um die neuen Räumlichkeiten der Fachstelle Rheinland zu besichtigen, die an diesem Tag eröffnet wurden, trafen sich Ministerin Josefine Paul, Vertreterinnen der Fachstellen YUNA Rheinland und als Vertreterinnen von YUNA Westfalen-Lippe Pfarrerin Birgit Reiche, Geschäftsführerin der EFHiW, Pfarrerin Anne Heckel, Geschäftsfeldleitung der Anti-Gewalt-Arbeit der EFHiW, sowie Corinna Dammeyer, Anna Douti-Lauter und Janne Grotehusmann in Köln.

Hilfe in und von den beiden Fachstellen

Bedrohte und betroffene Mädchen und Frauen finden in den Fachstellen Hilfe und können sich beraten lassen. Darüber hinaus sensibilisieren und qualifizieren die Mitarbeiterinnen von YUNA Fachkräfte, die mit Mädchen und Frauen aus Prävalenzländern arbeiten, in Fortbildungen und Fallbesprechungen. Zudem will YUNA Menschen erreichen und in Workshops schulen, die sich in ihren Communities gegen weibliche Genitalbeschneidung aussprechen. Die Zusammenarbeit mit Communities sowie eine engagierte Netzwerkarbeit sind dabei zentrale Bausteine der Präventions- und Sensibilisierungsarbeit.

Weitere Infos zu YUNA Westfalen-Lippe: www.yuna-westfalen-lippe.de

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