20/04/2026 0 Kommentare
Bad Oeynhausen/ Herford: Superintendent Dr. Olaf Reinmuth feierlich als neuer Vorsitzender des Stiftungsrats der Diakonischen Stiftung Wittekindshof eingeführt
Bad Oeynhausen/ Herford: Superintendent Dr. Olaf Reinmuth feierlich als neuer Vorsitzender des Stiftungsrats der Diakonischen Stiftung Wittekindshof eingeführt
# Nachrichten

Bad Oeynhausen/ Herford: Superintendent Dr. Olaf Reinmuth feierlich als neuer Vorsitzender des Stiftungsrats der Diakonischen Stiftung Wittekindshof eingeführt
Titelfoto: Dr. Olaf Reinmuth, Superintendent des Kirchenkreises Herford, ist seit Januar 2026 Vorsitzender des Stiftungsrats der Diakonischen Stiftung Wittekindshof. Präses Dr. Adelheid Ruck-Schröder (rechts) hat jetzt die offizielle Einführung vorgenommen. Der Wittekindshof gewinne mit ihm einen „hervorragenden theologischen Kopf“.
Mit einem festlichen Gottesdienst in der Erlöserkirche in Bad Oeynhausen ist Superintendent i.R. Andreas Huneke nach 15 Jahren als Vorsitzender des Stiftungsrats der Diakonischen Stiftung Wittekindshof feierlich entpflichtet worden. Gleichzeitig wurde Superintendent Dr. Olaf Reinmuth aus dem Kirchenkreis Herford als neuer Vorsitzender offiziell in sein Amt eingeführt.
Die Einführung und Entpflichtung nahm Präses Dr. Adelheid Ruck-Schröder, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, persönlich vor. Für die Präses war es der erste Besuch im Wittekindshof seit ihrem Amtsantritt im vergangenen Jahr. Sie nutzte die Gelegenheit, die Stiftung kennenzulernen und mit Mitarbeitenden, Klientinnen und Klienten ins Gespräch zu kommen.
Entpflichtung von Andreas Huneke

Foto oben: Von allen Ämtern befreit: Präses Adelheid Ruck-Schröder entpflichtet Andreas Huneke in Anwesenheit des Stiftungsrats von seinem Amt und segnet ihn.
In ihrer Ansprache würdigte Adelheid Ruck-Schröder das Wirken von Andreas Huneke als „einen reformerisch denkenden Mann, der den Wittekindshof mit großem Engagement geprägt hat“. Unter seiner Leitung habe der Stiftungsrat die Transformation der diakonischen Einrichtung entscheidend begleitet. „Andreas Huneke hat seine Expertise als Diakonie-Manager eingebracht und gemeinsam mit dem Stiftungsrat eine neue Organisationsstruktur auf den Weg gebracht.“
Unter seinem Vorsitz habe die Stiftung das Leitbild mit breiter Beteiligung der Mitarbeitenden eingeführt, das dezentrale Wohnen aufgebaut und die Zusammenarbeit im Stiftungsrat gestärkt. Auch in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie oder während des Ermittlungsverfahrens habe Huneke sich den Herausforderungen gestellt und Verantwortung übernommen. „Er hat sein Amt mit Engagement und Herzblut erfüllt und eine Grundlage geschaffen, dass der Wittekindshof sich weiterentwickeln kann“, sagte die Präses.
Pfarrer Marian Zachow, Theologischer Vorstand des Wittekindshofs, dankte Andreas Huneke für sein Wirken und seine Haltung in herausfordernden Jahren. „Sie haben den Vorstand stets mit Klarheit, Vertrauen und Weitblick begleitet. Ihre Bereitschaft, Entwicklungen anzustoßen und Verantwortung zu übernehmen, hat die Stiftung nachhaltig geprägt“, sagte Marian Zachow.
Einführung von Dr. Olaf Reinmuth
Nach der Entpflichtung übernahm Adelheid Ruck-Schröder die Einführung von Dr. Olaf Reinmuth, der seit 2020 Superintendent des Kirchenkreises Herford ist. Sie beschrieb ihn als „hervorragenden theologischen Kopf, der Kirche und Diakonie strategisch denkt und sich den Fragen der Zeit mit großer Ernsthaftigkeit stellt“. Olaf Reinmuth sei kein Unbekannter im Wittekindshof, betonte sie, denn er habe bereits an der Diakonenschule unterrichtet und die Arbeit der Stiftung über viele Jahre begleitet.
Im Anschluss an den Gottesdienst lud der Wittekindshof zu einem Empfang in die Kapelle ein. Familien, Freund*innen, Wegbegleiter*innen, befreundete Gemeindeglieder und viele mehr waren gekommen, um Andreas Huneke und Olaf Reinmuth zu würdigen. Darunter auch die Superintendentin des Kirchenkreises Vlotho, Dorothea Goudefroy. Sie betonte in ihrem Grußwort nicht nur die geografische Nähe des Kirchenkreises und des Wittekindshofs, sondern auch die Verbundenheit durch gemeinsame Veranstaltungen, Begegnungen und letztendlich auch den Superintendenten: „Der Wittekindshof erlebt nun einen Übergang. Andreas, ich wünsche dir Gottes Segen beim Lassen, und Olaf, dir wünsche ich Gottes Segen beim Anpacken.“
Auch Christina Hackfort, Klient*innenvertreterin im Wittekindshof Gronau, erinnerte daran, wie wichtig Gleichberechtigung und gegenseitiger Respekt sind. „Mir ist wichtig, dass alle ernst genommen werden und die Hilfe bekommen, die sie brauchen. Und dass Frauen den Mut haben, den Mund aufzumachen“, sagte Christina Hackfort. An ihre Worte knüpfte Dr. Olaf Reinmuth in seinem Dank an. Er bedankte sich ausdrücklich bei der Gronauerin. „Begegnung auf Augenhöhe ist das Herzstück unseres gemeinsamen Handelns. Der Vorstand und ich werden uns das hinter die Ohren schreiben und Ihre Worte immer wieder in Erinnerung rufen. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und auf die Zusammenarbeit mit dem Stiftungsrat und dem Vorstand.“

Foto oben: Die Undercover-Band sorgt mit Klassikern wie „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden Stillern für beste musikalische Unterhaltung beim festlichen Empfang.
Verleihung des Goldenen Kronenkreuzes der Diakonie an Andreas Huneke
Ein Höhepunkt des Empfangs war die Verleihung des Goldenen Kronenkreuzes der Diakonie an Andreas Huneke. Die Auszeichnung wurde ihm für sein jahrzehntelanges Engagement in Kirche und Diakonie verliehen. Die Laudatio hielt Kerstin Hensel, Vorständin des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Vlotho. „Für dich war Diakonie kein ‚Kann‘, sondern ein ‚Muss‘. Du hast sie als unverzichtbaren Teil der Kirche verstanden. Für dich war Diakonie kein Anhängsel der Kirche, sondern ihr Herzstück. Die Zusammenarbeit mit Dir war nie schwer – im Gegenteil. Sie war geprägt von Offenheit, Klarheit und einer guten Portion Humor. Du warst ein verlässlicher Anwalt der Diakonie. Ich danke dir!“, sagte Kerstin Hensel.
Andreas Huneke zeigte sich tief bewegt über die Auszeichnung. „Ich bin sehr gerührt angesichts dieser Ehre und der Freundlichkeit, die mir heute entgegengebracht wurde. Mein Dank gilt allen, die in den vergangenen Jahren mit mir Verantwortung getragen haben – dem Stiftungsrat, dem Kuratorium und dem Vorstand. Ein Vorsitzender ist nichts ohne Menschen, die mit ihm gemeinsam arbeiten und Entwicklungen voranbringen. Wenn ich zurückgucke auf die letzten 15 Jahre, sehe ich Entwicklung. Es war mir eine Ehre und Freude, daran mitzuwirken. Ich wünsche allen weiterhin fröhliches Voranschreiten. Guckt auf Augenhöhe, was zu tun ist“, schloss Andreas Huneke.
Kommentare