Intensivkurs nach KSA-Standards
Teilnehmerin betrachtet Sammlung zu Jenseitsvorstellungen
Ein Kurs zur Vorbereitung der Mitarbeit in der Seelsorge im Krankenhaus und in der stationären Altenpflege sowie in der Gemeinde
Dieser Kurs ist insbesondere für diejenigen gedacht, die Lust haben, als beauftragte Seelsorgerinnen oder Seelsorger in ein Krankenhaus oder Heim zu gehen, und sich darauf vorbereiten wollen, dort auf unterschiedlichste Situationen zu treffen. In gleicher Weise ist er für alle offen, die ihre Seelsorgearbeit in der Gemeinde durch eine intensive Arbeit in einer kleinen Gruppe vertiefen wollen.
Themenbereiche
- personale Kompetenz: Introspektionsfähigkeit, Wissen um die Wirkung des eigenen Verhaltens auf andere, Arbeit an der eigenen Biografie, Wissen um die eigenen Stärken und die eigenen empfindlichen Punkte, Rollenklärung
- kommunikative Kompetenz: Kenntnis von Methoden und Modellen der Gesprächsführung, Reflexion des eigenen Gesprächsverhaltens, nonverbale Kommunikation
- geistliche Kompetenz: Entwicklung eines eigenen Seelsorgeverständnisses, Klärung eigener theologischer Position zu existenziellen Fragen wie Sterben, Schuld, Leid, Umgang mit anderen Glaubensüberzeugungen, Umgang mit Gebeten, Ritualen, Bibeltexten, etc., Halten von Andachten
- ethische Kompetenz: Ethik der Seelsorge (Allparteilichkeit, Grenzwahrung, etc.), weitere ethische Themen (Sterbehilfe, Suizid, Autonomie versus Fürsorge)
- Feldkompetenz: Kenntnis von Strukturen des eigenen Feldes (Krankenhaus, Altenheim, Gemeinde etc.), Demenzerkrankungen und der Umgang damit, Umgang mit Trauer, Wissen um weitere Hilfsmöglichkeiten
Arbeitsmethoden
- reflektierte Selbsterfahrung in der Gruppe (6-12 Teilnehmende)
- Arbeit mit selbst erstellten Gesprächsprotokollen
- Halten von Andachten
- Theorieeinheiten
- kreative Einheiten, Körperwahrnehmung, Rollenspiele
- Einzelsupervision
Voraussetzungen
- Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche, in Ausnahmefällen die Bereitschaft, für die Seelsorge der Evangelischen Kirche tätig zu sein
- Bereitschaft, in einem konkret abgesprochenen Feld während des Kurses in einem abgesprochenen Umfang seelsorgerlich zu arbeiten, und die Zusage, dies nach Möglichkeit auch über den Kurs hinaus für mindestens 2 Jahre fortzuführen.
- kurze schriftliche Bewerbung mit Fragebogen
- Gespräch mit einer Kursleitung
- Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
Für die Teilnehmenden entstehen keine Kursgebühren. Sie tragen aber die Kosten für die Verpflegung an den Samstagen, ihre Fahrtkosten zu den Schulungstreffen und einen Eigenbeitrag zu den Übernachtungskosten an den 4 Wochenenden von jeweils 80€.
Der Kurs gliedert sich in einen Basisteil mit Theorie und Selbsterfahrungselementen und einen Vertiefungsteil zur Erwerbung der Feldkompetenz, in dem die Teilnehmenden zusätzlich in dem von ihnen gewählten Praxisfeld aktiv sind und diese Erfahrungen in der Gruppe reflektieren.
Die endgültige Entscheidung über die Teilnahme fällt nach nach dem ersten Intensivwochenende.
Termine
Der Kurs findet in der Regel samstags von 9-17 Uhr, voraussichtlich im Ev. Gemeindehaus Muckum, Muckumer Str. 43. Bünde, statt und umfasst zusätzlich 4 Wochenenden (freitags 18.00 Uhr bis sonntags 13.00 Uhr (16 UE) ) im Tagungshaus Alte Lübber Volksschule, Hille-Oberlübbe.
Basiskurs (insgesamt 60 UE)
- Freitag 8.1.27 17.30 -21 Uhr Vortreffen
- WE 1: 15.-17.1.27
- Sa 13.2.27
- Sa 13.3.27
- WE 2 16.-18.4.27
- Sa 22.5. Abschluss des Basiskurses, anschließend Einsatz im Praxisfeld
Vertiefungskurs mit Praxis (von da an Gesprächsprotokolle) (insgesamt 92 UE)
- Sa, 19.6.27 Praxisauswertung (9-12.30 Uhr)
- Sa 17.7.27 (vor den Sommerferien)
- Sa 28.8.27
- Sa 18.9.27
- WE 3: 29.-31.10.27
- Sa 20.11.27
- Sa 8.1.28
- Sa 5.2.28
- WE 4: 3.3.-5.3.28
- Sa 1.4.28 Abschlusstag mit Segnungsgottesdienst
Weiterhin:
- 80 UE (60 Zeitstunden) im Praxisfeld
- Vor- und Nachbereitung in Eigenarbeit
- ca.. 3-6 Stunden Einzelsupervision
- Teilnahme an einer Grundlagenschulung zur Prävention von sexualisierter Gewalt (evtl. auch direkt in den Kurs integriert)
Der Kurs erfüllt die Kriterien für einen Kurs in Pastoralpsychologischer Seelsorge-Fortbildung (KSA) für nichttheologische Mitarbeitende und Ehrenamtliche der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie sowie die Standards für die Ausbildung für Ehrenamtliche in Seelsorge in der EKvW.
Bei Interesse
Falls Sie Interesse an einer Teilnahme haben, wenden Sie sich bitte an Pfarrer Hanno Paul.
Das kann per Mail oder Telefon geschehen oder durch Ausfüllen des Anmeldeformulars.
Kursleitung
- Gabriele Tuchel, Pfarrerin i.R., Supervisorin, ksa@g-tuchel.de.
- Hanno Paul, Pfarrer (ab 2027 in Ruhestand), Supervisor DGfP / Kursleiter KSA, hanno.paul@kirchenkreis-herford.de, Tel. 05223-650 98 18.
Schutz vor sexualisierter Gewalt
Uns ist es wichtig, dass Kirche ein Raum ist, in dem Menschen vor allen Formen von Gewalt so gut wie möglich geschützt sind.
Deswegen setzen wir uns mit diesem Thema intensiv auseinander und haben für die einzelnen Bereiche Schutzkonzepte entwickelt.
Für den Bereich Seelsorge durch ehrenamtlich Mitarbeitende im Bereich von Altenpflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und den Gemeinden und in deren Ausbildung