09/03/2026 0 Kommentare
Bezirksverband der Frauenhilfen im Kirchenkreis Herford spendet 3.000 Euro an YUNA Westfalen-Lippe
Bezirksverband der Frauenhilfen im Kirchenkreis Herford spendet 3.000 Euro an YUNA Westfalen-Lippe
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Bezirksverband der Frauenhilfen im Kirchenkreis Herford spendet 3.000 Euro an YUNA Westfalen-Lippe
Titelfoto (von links): Marianne Löwenberg (Vorsitzende Bezirksvorstand), Monika Niemeyer (Bezirksvorstand), Ingelore Gaede (Bezirksvorstand), Eva-Maria Schnarre (Frauenpfarrerin), Käti Leimann (Bezirksvorstand), Rita Rünger (Bezirksvorstand), Anna Douti-Lauter (Mitarbeiterin YUNA).
Der Bezirksverband der Evangelischen Frauenhilfen im Kirchenkreis Herford unterstützt YUNA Westfalen-Lippe mit einer Spende von 3.000 Euro. Die Fachstelle für Prävention weiblicher Genitalbeschneidung sowie für die Beratung und Begleitung von Frauen, die davon betroffen sind, gibt es seit November 2023 in Herford. Sie ist in Trägerschaft der Evangelischen Frauenhilfe von Westfalen und wird vom Land NRW gefördert.
Bereits in den ersten beiden Jahren ihres Bestehens konnten mit vielen Betroffenen Gespräche geführt und in Schulen bei Workshops Präventionsarbeit geleistet werden. 2025 waren es etwa 90 Frauen, die in medizinischen, psychosozialen und rechtlichen Fragen begleitet werden konnten. Dabei ging es um viele Problemlagen, unter denen die betroffenen Frauen leiden.
Für 2026 plant YUNA eine gynäkologische Sprechstunde in den Beratungsräumen einzurichten, um den Frauen einen geschützten Raum für ihre besonderen Problemlagen zu bieten. Ende 2025 wurde außerdem ein YUNA-Café geschaffen, in dem Betroffene sich austauschen und auch gemeinsam kreativ werden können.
Zunehmend rückten in der Arbeit mit den Frauen jedoch auch die psychischen Belastungen in den Fokus. Viele Frauen berichteten von Angstzuständen, Schlafproblemen oder traumatischen Erinnerungen. Eine der Mitarbeiterinnen hatte darum schon vor einigen Wochen darauf hingewiesen, dass für die Arbeit von YUNA dringend auch mehr psychologische Angebote für die Frauen benötigt werden.
Spenden von Frauenhilfegruppen in den Kirchengemeinden
Darum entschied sich der Bezirksvorstand der Frauenhilfen im Kirchenkreis Herford, hier finanzielle Hilfe zu leisten. Aus Spenden, die in den einzelnen Frauenhilfegruppen in den Kirchengemeinden im Kreis gesammelt wurden, sowie aus Einnahmen verschiedener Veranstaltungen konnten nun 3.000 Euro zusammengelegt und an die Mitarbeiterin von YUNA, Anna Douti-Lauter, überreicht werden.
Dieses Geld wird, wie sie ankündigte, dafür verwendet, bei Bedarf eine Psychologin zu Gesprächen oder für Einzelberatungen hinzuzuziehen. Der Betrag werde ausreichen, um die seelischen Nöte mancher betroffenen Frau durch psychologische Begleitung lindern zu können, ist sie sich sicher.
Die Frauen des Bezirksvorstandes der Frauenhilfe waren sich am Vortag des Internationalen Frauentages einig, dass hier wieder ein weiteres Kapitel gelebter Frauensolidarität über Länder- und Sprachgrenzen hinweg geschrieben werden konnte.
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