03/06/2026 0 Kommentare
Bünde: 50 Jahre voller Kinderlachen / Ev. Kita „Am Wald“ in Ennigloh feiert Jubiläum
Bünde: 50 Jahre voller Kinderlachen / Ev. Kita „Am Wald“ in Ennigloh feiert Jubiläum
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Bünde: 50 Jahre voller Kinderlachen / Ev. Kita „Am Wald“ in Ennigloh feiert Jubiläum
Titelfoto: Mit einem bunten Fest, vielen Aktionen und zahlreichen Gästen feierte die evangelische Kita „Am Wald“ ihr 50-jähriges Bestehen. Mitarbeitende und Wegbegleiter blickten gemeinsam auf fünf Jahrzehnte Kita-Geschichte zurück.
Ein halbes Jahrhundert voller Kinderlachen, Entdeckungen und Gemeinschaft: Die Evangelische Kita „Am Wald“ hat am Sonntag ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Mit einem Gottesdienst, zahlreichen Aktionen für Familien und einem Blick auf die bewegte Geschichte der Einrichtung wurde deutlich, wie eng die Kita seit ihrer Eröffnung im Jahr 1975 mit dem Stadtteil, den Kirchengemeinden und vielen Generationen von Kindern verbunden ist.
Nicht nur die Kinder der heute dreigruppigen Einrichtung waren gemeinsam mit ihren Eltern zu den Feierlichkeiten gekommen. Auch zahlreiche ehemalige Wegbegleiter, Mitarbeitende und Unterstützer nutzten die Gelegenheit, um zu gratulieren. Dabei wurden viele Erinnerungen ausgetauscht und Geschichten erzählt, die die Gäste mit der Kita verbinden.
Kita Benksunder Straße
Bereits am 2. November 1975 öffnete die Einrichtung erstmals ihre Türen – damals noch unter dem Namen „Kita Benksunder Straße“. „Eigentlich hätte die Kita sogar schon ein Jahr früher eröffnet werden sollen“, berichtete Kita-Leiterin Claudia Stevens. Wie sie in einer alten Kindergartenzeitung aus dem Jahr 1976 gelesen habe, sei der ursprüngliche Standort auf der gegenüberliegenden Straßenseite geplant gewesen – dort, wo sich heute noch Wald befindet. „Ein Landschaftsschützer verhinderte dies damals. Deshalb wurde mit dem heutigen Standort eine neue Lösung gefunden“, sagte sie.
Die unmittelbare Nähe zum Wald gab der Einrichtung schließlich auch ihren heutigen Namen. Ursprünglich als zweigruppige Kita gestartet, wurde sie bereits wenige Monate nach der Eröffnung um eine dritte Gruppe erweitert.

Foto oben: Gemeinsam mit Sarah Conrad bemalt Mia (3) einen Stein an einer der Stationen.
„Von Anfang an bestand eine enge Verbundenheit und gute Zusammenarbeit mit der Kreuzkirche und der Adventskapelle Muckum“, erklärte Stevens. Auch heute sei die Kooperation mit dem Kirchenkreis Herford als Träger sowie der Philippusgemeinde von großer Bedeutung. „Ich fühle mich mit dieser Kita sehr eng verbunden“, sagte sie. Besonders wichtig seien ihr die tägliche Arbeit mit den Kindern, die Vermittlung christlicher Werte sowie naturnahe Bildungs- und Gemeinschaftserlebnisse. Nicht zuletzt deshalb habe sich die Einrichtung auf den Weg gemacht, das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“ zu erhalten.
Für Stevens sind es jedoch vor allem die kleinen Momente des Kita-Alltags, die die Einrichtung prägen. „Es gibt viel Kinderlachen – und manchmal auch Tränen. Es sind vielfältige Begegnungen und Beziehungen, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, sagte sie.
Auf die vergangenen fünf Jahrzehnte blickte auch Valeska Absi vom kreiskirchlichen Kita-Referat zurück. „50 Jahre – das ist zwar noch nicht ganz alt, aber doch eine ziemlich lange Zeit. Da hat man schon einiges erlebt“, sagte sie. Als wichtige Meilensteine bezeichnete sie unter anderem die Leitungswechsel, von denen es in fünf Jahrzehnten lediglich drei gegeben habe.
Bis 1980 leitete Manfred Zurheide die Einrichtung und gab damit den Startschuss für ihre Entwicklung. Ihm folgte Manuela Pohlmann, die die Kita bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2019 führte. Seitdem verantwortet Claudia Stevens die Weiterentwicklung der Einrichtung. „Sie hat die letzten großen Bau- und Sanierungsmaßnahmen begleitet und die Zertifizierung zur Forscher-Kita möglich gemacht“, würdigte Absi ihr Engagement.
Danke ans gesamte Team für den täglichen Einsatz
Gleichzeitig dankte sie dem gesamten Team für seinen täglichen Einsatz. Die Mitarbeitenden begleiteten die Kinder nicht nur liebevoll, sondern auch mit hoher fachlicher Kompetenz. „Auch Eltern können sich hier als Teil einer lebendigen Gemeinschaft erleben. Sie finden stets offene Ohren und offene Herzen“, sagte Absi.
Wie viel Herzblut in der Kita steckt, zeigte sich auch bei der Jubiläumsfeier. An zahlreichen Stationen konnten Besucherinnen und Besucher Bilder und Geschichten aus 50 Jahren Kita-Geschichte entdecken, Armbänder gestalten, Steine bemalen oder ihr Geschick beim Dosenwerfen unter Beweis stellen.
Eine besondere Aktion hatte der Elternrat vorbereitet: Gemeinsam wurde eine Zeitkapsel mit selbst gemalten Bildern der Kinder gefüllt und auf dem Außengelände vergraben. Sie soll die Erinnerungen an das Jubiläumsjahr bewahren und künftigen Generationen einen Einblick in das heutige Kita-Leben ermöglichen.

Foto oben: Ole (13 Monate) möchte in Zukunft auch in die Kita „Am Wald“ gehen. Gemeinsam mit Mama Laura Niemann und Papa Philipp Niemann sieht er sich bei der Jubiläumsfeier schon einmal in der Leseecke um.
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