02/03/2026 0 Kommentare
Herford: Gemeinsames Fastenbrechen im Ramadan beim „Iftar-Abend“ im Haus der Begegnung
Herford: Gemeinsames Fastenbrechen im Ramadan beim „Iftar-Abend“ im Haus der Begegnung
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Herford: Gemeinsames Fastenbrechen im Ramadan beim „Iftar-Abend“ im Haus der Begegnung
Titelfoto: Gemeinsam im Haus der Begegnung.
Mehr als 80 Teilnehmende aus verschiedenen Religionen und Kulturen trafen sich am Samstag im Haus der Begegnung Herford zu einem „Iftar-Abend“ – einem abendlichen Fastenbrechen im Ramadan.
„Der Ramadan ist ein Monat der Barmherzigkeit, der Reflexion und des Teilens – auch von Freude, Hoffnung und gegenseitigen Verständnisses“, erklärte Bünyamin Özkan, Vorstand der einladenden Organisation „Teutokult e.V.“. Es gehe darum, Brücken statt Mauern zu bauen, Offenheit statt Isolation zu wagen und Gastfreundschaft zu praktizieren. Auch Petra Feldmann, die als Projektleiterin des Hauses der Begegnung den Abend eröffnete, wies auf die Bedeutung der persönlichen Begegnung hin – in einer Zeit, die zunehmend von Vorurteilen und Missverständnissen geprägt sei.

Foto oben (von links): Petra Feldmann (Projektleitung Haus der Kulturen), Pfarrer Berthold Keunecke (Ev. Visionskirchengemeinde Herford), Kerstin Fiebig, (Geschäftsführerin Integrationsrat der Stadt Herford), Bünyamin Özkan (Teutokult e.V.), Benjamin Sohn (Synagogengemeinde Herford-Detmold) und Andreas Reichert (Kontaktbeamter für interkulturelle und religiöse Angelegenheiten).
Verschiedene Videos informierten über das islamische Verständnis des Ramadan und die Arbeit des Teutokult-Vereins; moderiert wurden sie von zwei jungen Frauen aus der Gruppe. Anschließend wurde der Gebetsruf zum Sonnenuntergang vom Vorbeter gesungen, und eine Suppe wurde aufgetragen – für die Muslime im Raum das Brechen des täglichen Fastens. An einem reichhaltigen Buffet standen danach warme und kalte Speisen bereit.
An den gemischt besetzten Tischen entstanden intensive Gespräche, die mit der Vorstellung der sich jeweils fremden Personen begannen. Neben Gemeindemitgliedern evangelischer und katholischer Gemeinden saßen auch Vertreter der Stadt Herford, des Integrationsrats, ein Vertreter der jüdischen Gemeinde sowie weitere Gäste, die später auch am Mikrofon zu Wort kamen.
Nach dem Essen sprach Kerstin Fiebig, Geschäftsführerin des Integrationsrats der Stadt Herford. Sie lobte das gute Essen und die Möglichkeit des Kennenlernens. Andreas Reichert berichtete als Kontaktbeamter der Herforder Polizei für interkulturelle und religiöse Angelegenheiten von seiner Aufgabe. Hussein Khedr sprach als Vorsitzender des Ausschusses für Integration und Gleichstellung des Kreises Herford über die Notwendigkeit der Zusammenarbeit angesichts von Versuchen rechter Kräfte, Menschen verschiedener Kulturen und Religionen gegeneinander aufzubringen. In verschiedenen freien Wortmeldungen wurden die Zusammenstellung von Programm und Essen sehr gelobt.
Zum Abschluss des Programms sang Benjamin Sohn als Mitglied der jüdischen Gemeinde Herford den Abendsegen auf Hebräisch und beschloss damit den Abend, der allgemein als Bereicherung des gegenseitigen Kennenlernens gewürdigt wurde.
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