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Herford: Neue „Verfassung“ für eine Kirche im Wandel / Regionaler Workshop zur Reform der Kirchenordnung

Herford: Neue „Verfassung“ für eine Kirche im Wandel / Regionaler Workshop zur Reform der Kirchenordnung

Herford: Neue „Verfassung“ für eine Kirche im Wandel / Regionaler Workshop zur Reform der Kirchenordnung

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Herford: Neue „Verfassung“ für eine Kirche im Wandel / Regionaler Workshop zur Reform der Kirchenordnung

Titelfoto: Pfarrerin Jutta Beldermann von der westfälischen Landeskirche und Superintendent Dr. Olaf Reinmuth bei dem regionalen Workshop in Herford zur neuen Kirchenordnung.


Die Evangelische Kirche von Westfalen steht vor einer grundlegenden Reform ihrer Kirchenordnung, der „Verfassung“ der Landeskirche. Warum diese notwendig ist, darüber informierte Pfarrerin Jutta Beldermann jetzt rund 50 Synodale und Presbyter im Kirchenkreis Herford. Nicht bei allen stieß eine mögliche Reform der Kirchenordnung auf Zustimmung.

„Im Kern geht es darum, die Kirchenordnung zu überprüfen und an heutige Bedingungen anzupassen“, sagte Beldermann, die den Reformprozess koordiniert. Die Kirchenordnung regelt das Leben und Arbeiten innerhalb der Kirche – mit weitreichenden Folgen für Haupt- und Ehrenamtliche. Der Änderungsbedarf ist dem Anschein nach groß. „Unsere Kirchenordnung stammt aus dem Jahr 1953. Seitdem haben sich Kirche und Gesellschaft stark verändert“, so Beldermann. Viele Regelungen seien heute zu kompliziert, zu starr und mit erheblichem Aufwand verbunden. Gerade im Alltag der Gemeinden werde dies zunehmend als Belastung empfunden.

Zugleich verändern sich die Rahmenbedingungen: Weniger Menschen engagieren sich in der Kirche. „Wenn künftig weniger Mitarbeitende zur Verfügung stehen, müssen die Strukturen einfacher und flexibler werden“, betonte Beldermann. Auch die Sprache der Kirchenordnung müsse verständlicher werden. „Manche Artikel schrecken eher ab, als dass sie Lust auf Kirche machen.“

Der Reformprozess ist breit angelegt und bezieht zahlreiche Gremien ein. Superintendent Dr. Olaf Reinmuth, der zu einem Workshop ins Kreiskirchenamt eingeladen hatte, unterstrich die Bedeutung der Diskussion: „Eine Kirchenordnung muss den heutigen Anforderungen gerecht werden und zugleich die Zukunft der Kirche ermöglichen.“ Noch ist nichts entschieden. Bei manchen Vorschlägen besteht Diskussionsbedarf – ebenso bei der grundsätzlichen Frage, ob eine neue Ordnung notwendig ist. „Es ist wichtig, dass wir mit möglichst vielen Aktiven offen im Gespräch sind, bevor etwas zur Abstimmung gestellt wird“, so Reinmuth.

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