23/05/2026 0 Kommentare
Kreis Herford: Kirchenpost startet mit positivem Echo / Neues Projekt erhält gutes Feedback
Kreis Herford: Kirchenpost startet mit positivem Echo / Neues Projekt erhält gutes Feedback
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Kreis Herford: Kirchenpost startet mit positivem Echo / Neues Projekt erhält gutes Feedback
Titelfoto: Superintendent Dr. Olaf Reinmuth (rechts) und Jürgen Ennen, Leiter der kreiskirchlichen Jugendarbeit, mit den kürzlich verschickten Kirchenpost-Briefen.
Bereits im April wurden die ersten Briefe verschickt, inzwischen haben mehrere Altersgruppen Post erhalten: Insgesamt 15 Kirchenkreise der Evangelischen Kirche von Westfalen – darunter auch die Kirchenkreise Herford sowie Lübbecke, Vlotho und Minden – wollen mit einem neuen Kommunikationsprojekt gezielt junge Menschen ansprechen. In Herford fällt das erste Zwischenfazit positiv aus.
Bei der sogenannten Kirchenpost handelt es sich um ein speziell gestaltetes Mailing für Kirchenmitglieder im Alter von 12 bis 31 Jahren. Ziel des Projekts ist es, den Kontakt zur jungen Generation aufrechtzuerhalten und auf kirchliche Angebote aufmerksam zu machen.
Statt ausschließlich auf digitale Kanäle zu setzen, erhalten Jugendliche und junge Erwachsene persönlich adressierte Briefe per Post. Die Häufigkeit richtet sich nach dem Alter: Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren bekommen die Kirchenpost einmal jährlich, ab dem 21. Lebensjahr erfolgt der Versand alle zwei Jahre. Zusätzlich gibt es – unabhängig vom Alter – ein Valentinsmailing für Menschen, die im Vorjahr geheiratet haben.
Die auffällig gestalteten Briefe kommen ohne Umschlag aus und sollen durch ihr Design Aufmerksamkeit erzeugen. Die Verantwortlichen setzen bewusst auf klassische Postsendungen, die im Alltag mitunter eher auffallen als E-Mails oder Social-Media-Nachrichten.
„Die Kirchenpost wird wahrgenommen, unser erster Eindruck ist positiv“, berichtet Superintendent Dr. Olaf Reinmuth. In der Superintendentur des Kreiskirchenamtes seien bereits mehrere Rückmeldungen von jungen Menschen, Angehörigen und Kirchengemeinden eingegangen. Zwar gebe es bislang noch keine repräsentative Auswertung, die bisherigen Reaktionen seien jedoch ermutigend.
Hintergrund des Projekts ist die Beobachtung, dass viele Jugendliche während der Konfirmandenzeit oder in evangelischen Jugendgruppen gute Erfahrungen machen, der Kontakt zur Kirche danach jedoch häufig abbricht. Besonders mit Beginn des Berufslebens und der Zahlung von Kirchensteuer entscheiden sich manche für einen Austritt. Die Kirchenpost soll diesem Trend entgegenwirken. „Wir wollen jungen Menschen vermitteln, dass die Kirche weiterhin ein Ort für sie ist – mit Angeboten, die zu ihrem Leben passen“, erklären die Initiatoren.
Ganz neu ist die Idee nicht: In Bayern und Württemberg wird die Kirchenpost bereits seit 2015 eingesetzt. Nach Angaben der Verantwortlichen bewerten dort rund 90 Prozent der Empfänger die Sendungen positiv. Besonders hervorgehoben würden die kreative Gestaltung und die persönliche Ansprache. Ein Bestandteil des Projekts ist die Verbindung von gedruckter Post und digitalen Angeboten. Über QR-Codes gelangen die Empfänger auf eine eigens eingerichtete Internetseite mit weiteren Informationen, Veranstaltungen und Kontaktmöglichkeiten.
Jürgen Ennen, Leiter der kreiskirchlichen Jugendarbeit, begrüßt die Initiative: „Ich finde es klasse, dass Kirche von sich aus aktiv wird und in dieser Form auf junge Leute zugeht und auf ihre Angebote aufmerksam macht. Das ist grundsätzlich der richtige Weg, auch wenn wir für diese konkrete Aktion noch keine abschließende Auswertung haben.“
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