19/05/2026 0 Kommentare
Löhne-Obernbeck: Bach-Kantate BWV 117 „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ im Gottesdienst am 31. Mai
Löhne-Obernbeck: Bach-Kantate BWV 117 „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ im Gottesdienst am 31. Mai
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Löhne-Obernbeck: Bach-Kantate BWV 117 „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ im Gottesdienst am 31. Mai
Titelfoto: Luftbildaufnahme aus dem Jahr 2019 von der Christuskirche Obernbeck mit Gemeindehaus.
Gottesdienst mit der Bach-Kantate BWV 117
„Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“
am Sonntag, dem 31. Mai 2026,
um 11:00 Uhr
Pfr. i.R. E. Teismann , KMD E. Haake, Kantorei Obernbeck
in der Christuskirche Obernbeck, 32584 Löhne, Kirchstraße 16
Die Kantaten von Johann Sebastian Bach sind ein ganz eigener Kosmos. Bach zeigt in ihnen seine Seele, seine Ängste, seine Freude, seinen Glauben. In die musikalische Dimension der Freude eintauchen können die Sängerinnen und Sänger beim neuen Mitsing-Chorprojekt der Löhner Kirchenmusikerin Elvira Haake.
Die Kantate BWV 117 überrascht die Zuhörer mit Themen im Stil der Modetänze der Zeit um 1730. Sie prägen die einzelnen Sätze der Kantate mit Eleganz und Anmut. Dass Bach hier diese Tanzcharaktere aneinanderreihte, hing wohl mit der Liedvorlage zusammen. Der Choral „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ stammt von dem Frankfurter Liederdichter Johann Jakob Schütz. Er ist ein hymnisches Gotteslob in neun Strophen. Jede Strophe endet mit dem Refrain: „Gebt unserm Gott die Ehre“.
Da Bach den Text aller neun Strophen unverändert übernahm, musste er für das neunmalige „Gebt unserm Gott die Ehre“ immer wieder neue Lösungen finden – mal als Resümee einer Arie, mal als arioser Anhang zu einem Rezitativ, mal im Rahmen des Chorals. Dies hat ihm sichtlich Freude bereitet.
Kaum jemals hat Bach einen leichtfüßigeren Eingangschor geschrieben als zu dieser Kantate: Flöten, Oboen und Geigen brillieren mit duftigen Oberstimmen. Dazu spielen die Bässe fast ununterbrochen pulsierende Dreiklänge. In dieses fröhliche Konzertieren hinein singt der Chor die sieben Zeilen des Chorals als hymnischen Lobgesang.

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